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Marion Zimmer Bradley - "Die zerbrochene Kette"

- Darkoversaga -

ISBN: 3-426-60961-4

 

Klappentext:

Die Entsagenden: Frauen haben auf Darkover nur weinig Rechte - es sei denn, sie werden zu Entsagenden, zu Frauen, die bewusst auf den Schutz durch einen Mann verzichten und selbstbewusst ihr eigenes Leben führen.

Mit einer Gruppe mutiger Frauen machen sich die freie Amazone Kindra und Lady Rohana Ardais auf eine gefahrvolle Reise in die Trockenstädte, in denen die Männer regieren und Frauen in goldenen Ketten gelegt werden. Ihr Ziel: eine entführte Freundin und deren kleine Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien.

Zwölf Jahre später betritt die terranische Agentin Magda Lorne den Planeten - und auch sie wird in den Kreis der Entsagenden gezogen, jener Frauen, die sich niemals einem Mann unterwerfen werden?

 

Inhalt:

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um die freien Amazonen. Sie wollen eine entführte Freundin und ihre Tochter befreien. Die Frauen werden in den Trockenstädten in goldene Ketten gelegt und nach Herzenslust von ihren Männern vergewaltigt.

Die Entführung lässt sich sehr gut organisieren und wird auch mit sehr geringen Verlusten durchgeführt.

Die Flucht wird aber etwas beschwerlicher, da die Entführte hochschwanger ist. Die lange Reise schwächt sie sehr. Und bei der Geburt stirbt sie. Ein kleiner Sohn und eine Tochter bleiben zurück. Was wird aus ihnen?

Der zweite Teil spielt 12 Jahre später. Es ist von einem Raumhafen die Rede. Im Laufe der Handlung erfährt man auch, dass zwei Welten nebeneinander existieren. Die hochtechnisierte vom Planeten Terra und die mittelalterliche vom Planeten Darkover. Die Agentin Magda Lorne bekommt den Auftrag ihren ehemaligen Mann zu retten. Um unbehelligt reisen zu können, reist sie als Amazone verkleidet. Dabei trifft sie aber auf echte Amazonen. Ihre Tarnung fliegt auf und sie muss den Eid leisten:

"Von diesem Tag an entsage ich dem Recht zu heiraten, außer als Freipartnerin. Kein Mann soll mich di catenas binden, und ich werde in keines Mannes Haus als Barragana leben.Ich schwöre, dass ich bereit bin, mich mit Gewalt zu verteidigen, wenn man mich mit Gewalt angreift.

Ich schwöre, dass ich ein Kind nur dann gebären will, wenn es mein Wunsch ist, das Kind von diesem Mann und zu diesem Zeitpunkt zu empfangen. Weder die Familie noch der Clan des Mannes, weder Fragen der Erbfolge noch sein Stolz oder sein Wunsch nach Nachkommenschaft sollen dabei Einfluss auf mich haben.

Von diesem Tag an enden für mich alle Verpflichtungen, die ich gegenüber Familie, Clan, Haushalt, Regent oder Lehnsherr hatte. Achtung schulde ich wie jeder freie Bürger nur den Gesetzen des Landes, dem Königtum, der Krone und den Göttern. Ich werde an keinen Mann Rechtsansprüche stellen, dass er mich beschütze, mich ernähre oder mir helfe. Eine Treuepflicht habe ich nur gegenüber meiner Eidesmutter, meinen Schwestern in der Gilde und meinem Arbeitgeber, solang ich bei ihm beschäftigt bin.

Und weiter schwöre ich, dass ich jedes einzelne Mitglied der Gilde freier Amazonen für mich sein soll wie meine Mutter, meine Schwester oder meine Tochter, geboren aus einem Blut mit mir.

Ich schwöre, dass ich von diesem Augenblick an den Gesetzen der Gilde Freier Amazonen und jedem rechtmäßigen Befehl meiner Eidesmutter, der Gildenmütter und meiner gewählten Anführerin gehorchen werde. Und wenn ich ein Geheimnis der Gilde verrate oder meinen Eid breche, dann werde ich mich der Strafe unterwerfen, die die Gildenmütter über mich verhängen, und wenn ich das nicht tue, dann möge sich die Hand jeder Frau gegen mich erheben, sie sollen mich erschlagen dürfen wie ein Tier und meinen Körper unbeerdigt der Verwesung und meine Seele der Gnade der Göttin überlassen."

Unter Tränen legt sie ihn ab. Doch am Ende sieht sie eine Chance darin. Eine Chance eine Brücke zwischen den Welten zu schlagen.

 

Leseprobe:

... "Ihr hättet auf die Stimme des Sturms hören sollen, bevor ihr den Frieden bracht." Jaelles Gesicht war wie Stein. "Hinaus, ihr schmutzigen Tiere! Und wenn einer von euch den Fuß von neuem über diese Schwelle setzt, solange wir noch hier sind, schwöre ich, dass ich ihm die cuyones abschneide und über dem Feuer da röste!" Sie wies mit ihrem Messer auf die Feuerstelle. "Hinaus! Kein Gerede mehr! Hinaus!"

Unsicher tastend, Obszönitäten murmelnd, suchten sie ihre schimmernden Messer, des massierten, unerbittlichen Wartens der Frauen gingen sie. Als sich die Tür hinter den Letzten geschlossen hatte, sagte Jaelle: "Rayna, Gewnnis, geht und überzeugt euch, dass sie sich nicht an unseren Pferden und unserer Ausrüstung vergreifen." Sie reichte Sherna die Fackel und schritt langsam auf Magda zu. "Du. Bist du verletzt? Haben sie dir Schlimmeres angetan, als dass sie dir die Kleider zerrissen und dich hart angefasst haben?"

"Nein." Magda klapperten die Zähne in der Reaktion auf den Schock. Ich habe in jeder Beziehung versagt. Vor den Amazonen, indem ich mich vor Männern herausfordernd benommen habe. In der Mission, deretwegen ich hier bin, indem ich so viel riskiert und doch nicht herausgefunden habe. Die Heftigkeit ihrer Emotionen machte sie krank, und sie schämte sich.

Jaelle legte schützend einen Arm und Magda. Die Geste war nicht freundlich, sondern verächtlich. Sie sagte. "Gebt ihr Wein, damit sie diese Szene nicht damit beendet, dass sie uns ohnmächtig vor die Füße fällt!"

Sie schob Magda auf eine Bank; Camilla hielt einen Becher an ihre Lippen.

"Ich möchte nichts ..."

"Trink, verdammt noch mal!" Camilla zwang ihr den Becher an den Mund, Magda schluckte, würgte und schluckte noch einmal. Böse sagte Camilla: "Du! Ich hatte dich gewarnt, du Schlampe! Wer hat dich, die keine Ahnung von anständigem Benehmen hat, aus einem Gildenhaus herausgelassen? Wenn die Männer nicht alle betrunken gewesen wären wie Mönche beim Mittwinterfest, hätte es einen Kampf gegeben, bei dem wir alle vergewaltigt oder getötet werden konnten. du verdienst es, geprügelt und ins Gildenhaus zurückgeschickt zu werden.

Sherna hatte das Feuer von neuem entfacht. Die Frauen, die in den Stall geschickt worden waren, kehrten zurück, und Rayna meldete. "Sie sind fort; gut, dass wir sie los sind. Ich hoffe, sie erfrieren in dem Unwetter."

Jaelle stand mit dem Rücken zum Fenster und sah hinreißend schön aus. Camilla schob Magda vor sie.

"Jaelle, du bist unsere gewählte Anführerin. Es ist deine Sache, über sie zu bestimmten. Wenn du es sagst, schlage ich sie blutig, es wäre mir ein Vergnügen!"

Jaelle erwiderte. "Lass sie los, Camilla. Wenn ich entscheide, dass sie geschlagen werden soll, kann ich es selbst tun. Nun?", wandte sie sich an Magda. "Was hast du zu sagen?"

Es ist noch nicht vorbei. Ich muss den Bluff fortsetzen. Mit einer Spur von Trotz erklärte Magda: "Du bist nicht meine gewählte Anführerin. Schulde ich dir eine Rechfertigung?"

Jaelle wurde ärgerlich. "Du hättest uns allen schaden können mit deiner Dummheit - oder deiner Leichtfertigkeit, was es auch gewesen sein mag. Wie lautet unsere erste Grundregel? Bring dich niemals in eine Situation, aus der du dich nicht selbst wieder befreien kannst! niemand zwingt eine Frau, sich in Gefahr zu begeben, aber wenn du ein Risiko auf dich nimmst, musst du im Stande sein, ihm zu begegnen. Nun hast du einer der alten schmutzigen Geschichten über uns neue Nahrung gegeben, dass wir in Wolfsrudeln kämpfen und uns nie einem Gegner zu einem fairen Kampf stellen! Ja, verdammt sollst du sein, ich bin der Meinung, dass du mir eine Rechtfertigung schuldig bist - nicht mir allein, uns allen!" ...