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Joanne K. Rowling - "Harry Potter und die Kammer des Schreckens"

ISBN: 3-551-55168-5

 

Klappentext:

Endlich wieder Schule!! Einen solchen Seufzer kann nur der ausstoßen, dessen Ferien scheußlich und die Erinnerungen an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter. Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemäuern der Schule - ein Ungeheuer, für das niemand, nicht einmal der mächtigstes Zauberer, eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?

 

Inhalt:

Harry hat Ferien. Doch so richtig kann er sich darüber nicht freuen. Zwar hat er jetzt ein richtiges Zimmer und ein Bett, aber ein vollwertiges Mitglied der Familie ist er nicht. Das merkt man deutlich, als die Dursleys seinen Geburtstag übergehen und Harry bei einer Art Geschäftsessen im Zimmer bleiben muss. Seine Anwesenheit soll nicht bemerkt werden.

Genau das gelingt durch Dobby (einen Hauself) nicht. Harry will Dobby an etwas hindern, doch das geht gründlich schief. Dobby ist weg und Harry wird in seinem Zimmer eingesperrt. Dort kann er über die Worte nachdenken, die Dobby vom Stapel gelassen hat. Harry soll Hogwarts meiden. Alles sieht danach aus, als könnte er wirklich nicht zurück. Von den Dursleys hat er jedenfalls keine Hilfe zu erwarten. Sein Freund Ron und seine Brüder helfen ihm aus seiner Lage. Und den Rest der Ferien verbringt er bei den Weasleys. Dort ist er ein gern gesehener Gast.

Das neue Schuljahr beginnt schon sehr turbulent. Genau als Harry und Ron durch die Absperrung auf den Bahnsteig wollen, kommen sie nicht durch. Der Zug fährt ohne sie. Die zwei nehmen das fliegende Auto. Sie kommen auch an, bekommen aber jede Menge Ärger.

Das Schuljahr nimmt seinen Lauf. Bis seltsame Vorfälle das Leben in der Schule durcheinander bringen. Erst wird nur eine Katze angegriffen. Sie erstarrt. Doch schon bald sind auch Schüler unter den Opfern.

Harry wird verdächtigt die Angriffe zu begehen, aber er weiß es besser. Er will den Schuldigen finden. Hermine und Ron helfen ihm dabei.

Es kommt zu einigen spannenden Abenteuern und einer Überraschung. Mehr will ich nicht verraten. Wenn ich das Ende vorweg nehme, habt ihr kein Grund mehr, das Buch zu lesen.

 

Leseprobe:

..."Um Himmels willen, Harry", sagte Hermine entnervt, als einer von Rons Läufern ihren Springer vom Pferd zerrte und ihn vom Brett schleifte. "Dann geh doch und such Justin, wenn es dir so wichtig ist."

Also stieg Harry auf und stieg durch das Porträtloch. Wo konnte Justin wohl stecken?

Wegen des dichten Schneetreibens war es im Schloss dunkler als sonst tagsüber. Bibbernd vor Kälte ging Harry an den Klassenzimmern vorbei, in denen Unterricht stattfand, und erhaschte dabei augenblickweise, was drinnen vorging. Professor McGonagall herrschte gerade einen Schüler an, der, nach ihren Worten zu schließen, seinen Freund in einen Dachs verwandelt hatte. Harry wiederstand dem Drang, einen Blick hineinzuwerfen, und ging vorbei. Justin nutzte vielleicht seine freie Stunde, um ein wenig zu arbeiten, und Harry beschloss zuerst in der Bibliothek nachzuschauen.

Eine Gruppe von Hufflepuffs, die auch Kräuterkunde gehabt hätten, saßen tatsächlich hinten in der Bibliothek, aber sie schienen nicht zu arbeiten. Durch die langen Reihen hoher Bücherregale konnte Harry sehen, dass sie die Köpfe eng zusammengesteckt hatten und offenbar angespannt miteinander tuschelten. Er konnte nicht erkennen, ob Justin dabei war, und trat näher. Auf dem Weg erhaschte er einen Fetzen ihres Gesprächs, und in der Abteilung Unsichtbarkeit blieb er stehen und lauschte.

"Na jedenfalls", sagte ein stämmiger Junge, "hab ich Justin geraten, er solle sich in unserem Schlafsaal verstecken. Ich würde sagen, wenn Potter ihn als sein nächstes Opfer ausersehen hat, dann ist es besser, wenn er sich eine Weile bedeckt hält. Natürlich hat Justin auf so etwas gewartet, seit ihm gegenüber Potter herausgerutscht ist, dass er ein Muggelkind ist. Justin musste ausgerechnet ihm sagen, dass er eigentlich nach Eton gehen sollte. So etwas plappert man nicht aus, wenn der Erbe Slytherins auf Jagd ist, oder?"

"Du bist also sicher, dass es Potter ist, Ernie?", sagte ein Mädchen mit blonden Zöpfen ängstlich.

"Hannah", erwiderte der stämmige Junge ernst. "Er ist ein Parselmund. Jeder weiß, das ist das Erkennungszeichen eines schwarzen Magiers. Hast du jemals von einem anständigen gehört, der zu Schlangen sprechen konnte? Slytherin selbst haben sie Schlangenzunge genannt."...