ich-geb-dir.info
Home.
Delfine.
Hunde.
Literatur.

Joanne K. Rowling - "Harry Potter und der Gefangene von Askaban

ISBN: 3-551-55169

 

Klappentext:

Natürlich weiß Harry, dass Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise: Schulverweis! Nicht so bei Harry; im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht aus Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen.

 

Inhalt:

Das fängt ja prima an. Harry seine Tante kommt zu Besuch. Die kann ihn noch weniger leiden als die Dursleys. Eine krausame Woche lang soll das so gehen.

Auch seine Hausaufgaben muss Harry heimlich unter der Bettdecke machen, zu nachtschlafender Zeit, wenn andere schlafen. Und Harry nimmt alles total gelassen hin. Er versucht nicht einmal zu zaubern. Aber klar, er darf es nicht. Er fliegt sonst von der Schule. Und das will er nicht. Er wäre sonst wieder das ganze Jahr bei den Dursleys. Eigentlich wollte er das ja nicht, aber seine Tante hängt plötzlich an der Decke und weiß nicht wie ihr geschieht. Harry nutzt die Gelegenheit und flieht mit seinen Sachen aus dem haus. Er will sein Bankverlies ausräumen und in die Welt ziehen. Der "Fahrende Ritter" soll Harry in die Winkelgasse bringen.

Es kommt anders als geplant. Der Minister höchstpersönlich fängt Harry ab und bringt ihn im "Tropfenden Kessel" unter. Dort verbringt er den Rest der Ferien und trifft in der Winkelgasse auch seine Freunde wieder.

Alle zusammen starten sie in ein neues Schuljahr. Doch ein großes Abendteuer wartet auf Harry. Noch vor Beginn des Schuljahres streckt es seine Fühler nach ihm aus. Dieses Abendteuer ist das größte von allen und birgt viele Überraschungen. Mehr will ich hier nicht verraten. Lest es selber und alle eure Fragen werden euch beantwortet werden.

 

Leseprobe:

... Harrys Augen klappten auf. Er lag im Krankenflügel. Das Quidditsch-Team der Gryffindors, von oben bis unten mit Schlamm bespritzt, war um sein Bett versammelt. Auch Ron und Hermine waren da und sahen aus, als kämen sie gerade aus einem Schwimmbecken.

"Harry!", sagte Fred, der unter all dem Schlamm käsebleich aussah, "wie geht's dir?"

Es war, als würde Harrys Gedächtnis schnell zurückgespult. Die Blitze - der Grimm - der Schnatz - und die Dementoren. - "Was ist passiert?", fragte er und setzte sich so plötzlich auf, dass sie die Münder aufrissen.

"Du bist abgestürzt", sagte Fred. "Müssen wohl - ungefähr - fünfzehn Meter gewesen sein."

"Wir dachten, du seist tot", sagte Alicia, die es am ganzen Leib schüttelte.

Von Hermine kam ein leises Schluchzen. Das Weiße ihrer Augen war blutunterlaufen.

"Aber das Spiel", sagte Harry. "Was ist damit? Wird es wiederholt?" Keiner sagte ein Wort. Die schreckliche Wahrheit drang in Harry ein wie ein Stein. "Wir haben verloren?"

"Diggory hat den Schnatz gefangen", sagte George. "Kurz nach deinem Absturz. Er hatte nicht gesehen, was passiert war. Als er sich umsah und dich auf dem Boden liegen sah, wollte er seinen Fang für ungültig erklären und ein Wiederholungsspiel ansetzen lassen. Aber im Grunde haben sie verdient gewonnen ... selbst Wood gibt es zu."

"Wo ist Wood?", fragte Harry, dem plötzlich auffiel, dass er fehlte.

"Noch unter der Dusche", sagte Fred. "Wir glauben, er versucht sich zu ertränken."

Harry legte das Gesicht auf die Knie und raufte sich die Haare. Fred packte ihn an der Schulter und schüttelte ihn grob.

"Komm schon, Harry, du hast doch sonst immer den Schnatz geschnappt."

"Einmal musste er dir ja durch die Lappen gehen.", sagte George.

"Noch ist nicht aller Tage Abend", sagte Fred. "Wir haben hundert Punkte verloren, na und? Wenn Hufflepuff gegen Ravenclaw verliert und wir Ravenclaw und Slytherin schlagen-"

"Hufflepuff muss mit mindestens zweihundert Punkten Rückstand verlieren." sagte George.

"Aber wenn sie Ravenclaw schlagen-"

"Unmöglich, Ravenclaw ist zu gut. Aber wenn Slytherin gegen Hufflepuff verliert..."

"Das hängt alles vom Punktekonto ab - jedenfalls braucht es immer hundert Punkte Rückstand-"

Harry lag da und sagte kein Wort. Sie hatten verloren - zum ersten Mal hatte er ein Quidditsch-Spiel verloren.

Nach gut zehn Minuten kam Madam Pomfrey herin und wies sie an, ihn jetzt in Ruhe zu lassen.

"Wir kommen später wieder", versicherte Fred. "Mach dich nicht selber fertig, Harry, du bist immer noch der beste Sucher, den wir je hatten."

Das Team marschierte hinaus und ließ nur eine Schlammspur zurück. Mit missbilligendem Blick schloss Madam Pomfrey die Tür hinter ihnen. Ron und Hermine traten näher an Harry Bett.

"Dumbledore war wirklich wütend", sagte Hermine mit bebender Stimme. "So hab ich ihn noch nie erlebt. Während du fielst, rannte er aufs Spielfeld und wedeltet mit seinem Zauberstab, und irgendwie wurdest du langsamer, bevor du aufgeschlagen bist. Dann hat er mit dem Zauberstab zu den Dementoren hinübergefuchtelt und silbernes Zeugs gegen sie abgeschossen. Sie sind sofort abgehauen... er war stinksauer, weil sie ins Stadion gekommen sind, wir haben ihn schimpfen gehört-"...