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Wolfgang Hohlbein - "Wyrm - Das Geheimnis von Morrisons Farm"

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Klappentext:

Woher kommen diese ekelhaften weß?en Wurmkreaturen, gegen die sich Coppelstone zur Wehr setzen muss? Warum wird Reverend Reeves auf einer abgelegenen Farm gefangen gehalten? Was für Wesen haben die wunderbare unterirdische Stadt errichtet? Joffrey Coppelstone lässt sich nicht mit oberflächlichen Antworten abspeisen. Doch Neugierde kann lebensgefährlich sein.

 

Inhalt:

Coppelstone kommt als Vorhut eines Strß?enbautrupps in die ländliche Gegend. Er muss einem Mr. Morisson die Farm abkaufen. Denn genau dort soll eine Straße lang gehen. Allerdings wird das ein sehr seltsames Unterfangen. Die ganze Gegend kommt ihm seltsam vor. Auch vermisst Coppelstone die ländliche Gastfreundschaft. Statt dessen schlägt ihm aber nur Feindseligkeit entgegen.

Auch die Straße in der Gegend ist sehr seltsam. Der Asphalt saugt Blut und Taschentücher auf. Coppelstone will das Geheimnis dieser Gegend aufklären. Im Nachbarort glaubt er Verbündete gefunden zu haben. Doch stellt sich sehr bald heraus, dass sie sich mit den seltsamen Machenschaften abgefunden haben.

Der Reverend scheint etwas mehr zu wissen. Coppelstone unterhält sich mit ihm und erfährt auch etwas. Jedoch nicht so viel, wie er es sic erhofft hat. Der Reverend rät ihm, die Sache aufzugeben. Zu viel Wissen um die Vorgänge wären nicht gut. Coppelstone schlägt diese Warnung allerdings in den Wind. Er fängt seine Suche in der vermeintlichen Kirche an. Allerdings ist es nur noch dem Äußeren Schein nach ein Gotteshaus. Vielmehr dient es der Tarnung eines Eingangs zu einer seltsamen, unterirdischen Stadt. Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Coppelstone bekommt unerwartete Hilfe und der vermeintliche Verbündete entpuppt sich als Feind.

Nur knapp entkommt Coppelstone dem Tod. Dazwischen allerdings ?überschlagen sich die Ereignisse und nehmen eine unerwartete Wende.

Lest selbst! Es lohnt sich.

 

Leseprobe:

Er dachte an den Seiteneingang, an dem er vorübergekommen war. Er war mittlerweile sicher, dass es menschliche Stimmen gewesen waren, die er hörte. Zwar war der Gang vollkommen dunkel gewesen, doch er musste ja nicht weit hineingehen. Schlimmstenfalls gab er ein passables Versteck ab, in dem er warten konnte, bis die Männer in den Kutten an ihm vorübergegangen waren, um ihnen zurück zur Kirche zu folgen. Coppelstone machte sich auf den Rückweg. Es war leicht, den Gang wieder zu finden. Er tastete sich mit der Rechten an der Tunnelwand entlang, doch seine Finger stießen oft genug ins Leere, und er musste mühsam dem Verlauf der Kante vor sich folgen, nur um festzustellen, dass sie ein perfektes Rund bildete. Schließlich jedoch fand er, wonach er suchte: eine öffnung, die größer als die meisten anderen war, und unregelmäßiger geformt. Seine suchenden Finger tasteten über die Spuren von Meißeln und anderen, gröberen Werkzeugen, die den Stein bearbeitet hatten, und nachdem er gebückt den Stollen betreten hatte, hörte er auch wieder die Stimmen und dazu ein Durcheinander der unterschiedlichsten anderen Geräusche. Vor ihm waren entweder sehr viele Menschen oder er hatte einen anderen Ausgang aus diesem unterirdischen Labyrinth gefunden.

In absoluter Dunkelheit bewegte er sich weiter. Nachdem er sich das dritte Mal den Kopf an einem Stein gestoßen hatte, der aus der grob behauenen Decke ragte, kam er endlich auf die Idee eine Hand in Kopfhöhe auszustrecken und etwas langsamer zu gehen.

Nach ungefähr dreißig Schritten machte der Tunnel einen rechtwinkeligen Knick und als er ihm folgte, sah er Licht. Es war jedoch kein Tageslicht, sondern ein bleicher, grünlicher Schein, und er kam auch nicht vom Ende des Tunnels, sonder aus einem gut zwei Fuß messenden, kreisrunden Loch im Boden. In dem blassen Licht, das von den Wänden reflektiert wurde, sah er, dass es nicht das einzig Loch war. Der Boden war geradezu übersät mit unterschiedlich großen Öffnungen. Es war pures Glück, dass er bisher nicht in eine dieser Fallgruben hineingetreten war und sich verletzt hatte.

Vorsichtig näherte er sich der Öffnung, ließ sich auf Hände und Knie heraub und spähte hinein. Der Schacht war vielleicht zwanzig Fuß tief und endete ungefähr zehn Fuß über dem Boden eines anderen Tunnels. Die Stimmen kamen von dort unten.

Allerdings schien es keine Möglichkeit zu geben, in diesen anderen Gang hinabzugelangen. Die Distanz war entschieden zu groß, um zu springen, und es gab nichts woran er sich festhalten konnte. Die Wände des Schachtes waren so glatt, als wären sie in den Fels hineingeschmolzen worden.