ich-geb-dir.info
Home.
Delfine.
Hunde.
Literatur.

V.C. Andrews - "Gärten der Nacht"

ISBN: 3-442-09163-2

 

Klappentext:

Warum haßt Malcolm Foxworth, der Erbe von Foxworth Hall, seine Frau Olivia seit dem Tag ihrer Heirat? Und warum verfällt er Alicia, der schönen und blutjungen zweiten Frau seines Vaters, vom ersten Augenblick an? Eines Tages verschwindet die schwangere Alicia spurlos. Nur Malcolm und Olivia kennen den Grund...

 

Inhalt:

Olivia lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit dem Vater zusammen. Dort übernimmt sie den Job seiner Privatsekretärin. Dabei hat sie aber nur den Wunsch geliebt zu werden. Immer wieder versucht der Vater sie mit Geschäftspartnern zusammen zu bringen. Doch das will nicht so ohne weiteres funktionieren.

Dann kommt Malcom in ihr Leben. Er umgarnt sie und Olivia verliebt sich in ihn.

Die Hochzeit findet sehr überstürzt statt. Doch Olivia ist glücklich. Sie glaubt sich in einem Traum. Doch der platzt wie eine Seifenblase, sobald sie in Foxworth Hall ankommt. Aus ist es mit der Liebe. Malcom macht sie zwar zur Herrin des Hauses, jedoch Liebe erfährt sie nicht. Auch der sexuelle Akt ist pure Mechanik. Und schon nach der Geburt des zweiten Sohnes, kann Olivia keine Kinder mehr bekommen.

Malcom ist sehr unzufrieden mit ihr. Stattdessen macht er sich an die junge Frau seines Vaters ran. Doch zur Eskalation kommt es, als die Frau von seinem Vater schwanger von Malcom ist. Olivia sorgt dafür, dass es so aussieht als wäre sie schwanger und ein gesundes Mädchen kommt auf die Welt. Malcom verwöhnt sie nach Strich und Faden und die beiden Jungs kommen sich vernachlässigt vor. Olivia ist ihnen eine gute Mutter. Doch dann stirbt der erste Sohn. Auch der zweite Sohn stirbt danach. Das Haus stürzt in tiefe Trauer.

Ich will nicht zu viel verraten, aber auch die Tochter muss das Haus nach einer Gotteslästerung verlassen. Doch eigentlich hat hier jeder jeden belogen.

Eine Familiengeschichte, die es in sich hat.

 

Leseprobe:

"Nicht immer. Einig Male verschwand er, ohne mich Alicia genannt zu haben. Dann stand er einfach nur auf und ging wie ein Schlafwandler hinaus. Einmal, es war beim dritten Mal, zwang er mich, etwas Schreckliches zu tun. Er ist geistesgestört."

"Was zwang er dich zu tun?"

"Er nahm aus dem Wandschrank eines dieser alten Nachtgewänder, und ich musste es anziehen, bevor er... bevor er sich zu mir ins Bett legte. Ich musste im Zimmer auf und ab gehen und mich an den Ankleidetisch setzen. Er legte mir Corinnas Bürste in die Hand du setzte sich dann auf das Bett, um mir zuzuschauen, wie ich mir damit durchs Haar strich. Er wollte auch, dass ich ins Badezimmer ging und wieder herauskam, als hätte ich mich eben für das Bett fertig gemacht. Ich fühlte mich völlig elend, als ich da tat, aber ich konnte mich nicht weigern. Jedes Mal, wenn ich zögerte, geriet er in Zorn."

Wie fürchterlich, dachte ich. Wie krankhaft und wie entsetzlich. Ich drehte mich herum und sah mir die Wand an, die das Schwanenzimmer vom Jagdzimmer trennt. Dann wandte ich mich wieder ihr zu.

"Du hättest all diese Kleider auf den Dachboden bringen müssen, bevor du in dieses Zimmer eingezogen bist", sagte ich. Aber hatte sie denn voraussehen können, wozu Malcolm sie zwingen würde? Und doch, in meinen Augen trug auch sie Schuld; sie war einfach zu vertrauensselig und einfältig gewesen. Ich blickte sie an. Sie hatte all meine Warnungen in den Wind geschlagen. Ich hatte sie regelrecht angefleht, auf mich zu hören, aber sie verhielt sich dumm und verstockt und beharrte darauf, sich weiterhin an eine Liebe zu einem Toten zu klammern.

Vielleicht log sie mich auch an; vielleicht hatte sie in Wirklichkeit genossen, was Malcolm getan hatte. Vielleicht fühlte sie sich deshalb schuldig. "Hast du jemals etwas getan, was ihn in Versuchung führen konnte? Hast du ihn jemals in dieses Zimmer eingeladen.?"

"Nein, o nein! So etwas darfst du nicht glauben, Olivia. Ich habe nichts dergleichen getan, nichts", protestierte sie. "Es war doch so, dass er mich einmal bis zum See hin verfolgte und versuchte, mit mir zu schlafen. Ich lief ihm davon und sagte ihm dass ich alles Garland erzählen würde, wenn er seine Annäherungsversuche nicht unterließe."

"Warum hast du Garland nichts erzählt, bevor...?"

"Ich wollte nicht, dass das geschah... was schließlich geschehen ist. Meinst du, ich bin verantwortlich für Garlands Tod, meinst du, ich hätte es verhindern können, wenn ich ihm schon früher von Malcolm erzählt hätte?"