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V.C. Andrews - "Schatten der Vergangenheit"

ISBN: 3-442-08841-0

 

Klappentext:

Foxworht Hall, nach einem Brand schwer beschädigt, in neuem Glanz wiederaufgebaut. Der junge Bart Foxworht kann nun endlich das rechtmäßige Erbe antreten. Doch noch ist Chris, der neue Mann von Barts Mutter, als Treuhänder eingetragen. Und noch immer lebt der Geist der Toten in den unheimlichen Gemäuern.

 

Inhalt:

Das Leben auf Foxworth Hall geht weiter. Obwohl es nicht das selbe Gebäude ist. Es ist ein neu gebautes, aber es sieht so aus wie das Alte.

Barth hat es von seiner Großmutter vererbt bekommen. Er hat es auch neu erbauen lassen.

Mit ihm ziehen auch seine Mutter und ihr Bruder ein. Der ist allerdings auch der Ehemann seiner Mutter. Das macht Barth wütend. Er will und kann diese Tatsache nicht akzeptieren.

Joel - der eigentlich tot geglaubte - taucht aus einem Kloster auf. Er lebt auch auf Foxworth Hall und verteilt nur durch seine Anwesenheit eine düstere Stimmung.

Barth möchte, auf seiner Geburtstagsfeier eine Ballettaufführung. Sein Bruder Jory und seine Frau sollen tanzen. Doch Mel (die Frau) weigert sich, da sie schwanger ist. Cindy - die adoptierte Schwester - springt ein.

Bei der eigentlichen Aufführung passiert ein Unglück und Jory wird verletzt. Die Folg eist eine Querschnittslähmung. Er kann nun nicht mehr tanzen.

Alle bleiben auf Foxworth hall und kümmern sich um Jory. Der verliert erst jede Perspektive, fängt sich dann aber und akzeptiert sein "neues" Leben.

Mel ist nicht ist nicht die Ehefrau die sie sein sollte und geht mit Barth fremd. Jory ist tapfer. Aber auch nach der überraschenden Geburt ändert sich das nicht. Sie lässt sogar ihre Kinder im Stich.

Mit "Toni" - der Krankenschwester - kommt ein frischer Wind ins Haus. Doch auch das läuft anders als gedacht.

Joel verbreitet weiter seine düsteren Lehren und die Familie will ausziehen. Dazu kommt es jedoch nicht mehr.

Aber auch hier folgt nach dem Regen wieder Sonnenschein und alles scheint sich wieder zum Guten zu wenden.

 

Leseprobe:

Hatte Großmutter recht gehabt, als sie sagte, wir seien verflucht, zu Mißerflolg und Kummer verurteilt? Hatte sie uns darauf programmiert, dass uns die Früchte unserer Erfolge tragisch gestohlen wurden?

Hatten Chris und ich etwas wirklich Wertvolles geschaffen, wenn unser Sohn wie tot im Krankenhaus lag und unser zweiter Sohn sich weigerte, Jory auch nur einmal zu besuchen?

Bart hatte auf den regungslosen Jory gestarrt, dessen Augen geschlossen waren, und hatte die Arme hilflos hängen lassen. "O mein Gott", hatte er geflüstert, bevor er aus dem kleinen Raum geeilt war.

Ich konnte ihn nicht dazu überreden, Jory noch einmal zu besuchen. "Er weiß nicht, dass ich dort bin, Mutter, was hat es dann für einen Sinn? Ich kann es nicht ertragen, ihn so zu sehen. Es tut mir leid, wirklich leid, aber ich kann nicht anders."

Ich sah ihn an und fragte mich, ob ich so bestrebt gewesen war, ihm zu helfen, dass ich das Leben meines geliebten Jory aufs Spiel gesetzt hatte.

Dann begann ich mir einzureden, es sei gar nicht war, dass er nie wieder gehen, nie wieder tanzen würde. Das war ein Alptraum, den man ertragen musste, aber einmal würden wir erwachen, und Jory würde wieder so gesund sein wie früher. Ich erzählte Chris, dass ich Jory davon überzeugen wolle, er könne und würde wieder gehen, auch wenn er nie wieder tanzen würde.

"Du darfst ihm keine falschen Hoffnungen machen, Cathy", warte mich Chris verzweifelt. "Du musst ihm jetzt nur helfen zu akzeptieren, was man nicht ändern kann. Gib ihm deine Kraft. Hilf ihm - aber führe ihn nicht auf falsche Wege, die ihm nur Enttäuschung bringen werden. Ich weiß, dass es schwer sein wird. Ich bin genauso verzweifelt wie du. Aber vergiss nicht, unsere Verzweiflung ist nichts im Vergleich zu seiner. Wir können Mitgefühl mit ihm haben, er kann uns schrecklich leid tun, aber wir stecken nicht in seiner Haut. Wir haben seinen Verlust nicht erlitten -, damit ist er allein. Du und ich, wir können nicht einmal ahnen, welche Qualen er erleidet. Wir können nur da sein, wenn er sich entschließt, seine schützende Schale zu verlassen. Da sein, um ihm das Selbstvertrauen zu geben, das er braucht, um weiterzumachen..., denn verdammt noch mal, Melodie gibt ihm nichts!"

Das war ebenso schrecklich wie Jorys Verletzungen..., dass seine eigene Frau sich von ihm fernhielt, als wäre er aussätzig. Chris und ich flehten sie an, mit uns zu kommen, auch wenn sie ihm nur "Hallo, ich liebe dich" sagte, sie musste ihn aufsuchen. "Was kann ich sagen, das ihr nicht schon gesagt habt?" schrie sie. "Er will nicht, dass ich komme und ihn so sehe! Ich kenn ihn besser als ihr. Wenn er mich sehen wollte, würde er es sagen. Außerdem habe ich Angst hinzufahren. Angst, dass ich weinen und genau die falschen Dinge sagen würde, und selbst wenn ich die Ruhe bewahren würde, könnte er die Augen aufschlagen und in meinem Gesicht lesen, was ihn noch unglücklicher machen würde, und ich will nicht dafür verantwortlich sein, was ich damit anrichten könnte. Besteht nicht länger darauf! Wartet, bis er verlangt, dass ich ihn besuche..., und dann kann ich vielleicht soviel Mut zusammenraffen, wie ich dazu brauche."