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Marion Zimmer Bradley - "Sturmwind"

- Darkoversaga -

ISBN: 3-426-609256-8

 

Klappentext:

Lange Zeit hat die Familie der Storns friedvoll und zurückgezogen in den einsamen Bergen Darkovers gelebt. Dann aber wird ihre Burg erobert, und Melitta, der jüngsten Tochter, bleibt nur die Flucht. Mit Hilfe ihres Bruders, der ihr telaphatisch zur Seite steht, und dem Terraner Dan Barron versucht sie, einen Weg zu finden, um ihr Geburtsreicht zurück zu erobern.

Wird ihr dabei das Schmiedevolk helfen können, die Sharra, die Feuergöttin, zu neuem Leben erwecken will?

 

Inhalt:

Dan Barron hat im Raumhafen während der Arbeit eine telepatische Vision gehabt. Dabei wäre fast eine Katastrophe passiert. Aufgrund dessen wird er vom Dienst suspendiert und muss sich mit einer anderen Arbeit anfreunden. Mit Darkovanern soll er ins Landesinnere und den Interessierten das Linsenschleifen zeigen. In Lerrys findet er einen neuen Freund.

Auch Burg Storn, in den Bergen Darkovers wird überfallen. Der blinde Burgherr kann seinen Mannen nicht helfen. Er liegt in tiefer Trance und kann sich so nur selber schätzen. Melitta, die Herrin der Burg, gelingt die Flucht. Storne hat ihr telepatisch die Anweisung gegeben. Sie soll Hilfe holen.

Storne schleicht sich unterdessen in den Geist von Dan Barron ein. Dieser hat auch leite telepatische Kräfte. Jetzt handelt er wie Storne und ist auch unterwegs, um die Burg zu befreien.

In den Trockenstädten bekommen sie keine Hilfe. Auch bei einem Bruder der Stornes bekommen sie keine Hilfe. Erst eine Telepatin, noch sehr jung, kann ihnen helfen. Dabei hilft das Schmiedevolk ihnen.

Dan Barron findet einen neuen Lebenssinn und eine Geliebte.

 

Leseprobe:

Am Fuß des Pfades, der zur Feuerwache fährt, hielt er an und schwang sich in den Sattel. Er war unterwegs.

Und für einen kurzen Augenblick tauchte Dan Barron, verwirrt, benommen, wie aus großer Tiefe an die Oberfläche. War das wieder eine Halluzination - dass er einen dunklen Weg entlangritt, über sich verblassenden Mondschein, eisigen Wind auf den Schultern? Nein, das war Wirklichkeit - wohin ritt er? Und warum? Erschauernd vor Entsetzen riss er an den Zügeln des Pferdes...

Barron verschwand wieder in bodenloser Dunkelheit.

Der Mann im Sattel trieb sein Pferd zu Höchstgeschwindigkeit an. Bis Sonnenaufgang musste er eine solche Strecke zurückgelegt haben, dass die Berge ihn vor der Feuerwache verbargen. Kam er dann wieder zum Vorschein, würde er von da aus nichts als ein Reiter sein, der in seinen eigenen legalen Angelegenheiten durch die Landschaft zog. Er war sehr müde, aber überhaupt nicht schläfrig, gerade als habe er eine euphorische Droge genommen. Zum ersten Mal in seinem behüteten Invalidenleben wartete er nicht tatenlos darauf, dass ein anderer etwas unternahm. Er war dabei, es selbst zu tun.

Dreimal hatte er kurz Halt gemacht, um sein Pferd ausruhen und verschnaufen zu lassen, als der Rand der großen roten Sonne über die Gipfel lugte. Er rollte sich in seine Decke und schlief eine Stunde. Dann stand er wieder auf, aß ein bisschen von den kalten Speisen in seiner Satteltasche und machte sich von neuem auf den Weg.

Den ganzen Tag ritt er durch die Berge, wenig bekannte Pfade benutzend - wenn Larry nach Valdir geschickt hatte, musste er es um jeden Preis vermeiden, Valdir unterwegs zu begegnen. Valdir besaß die alten Comyn-Kräfte, gegen die seine eigenen gering waren. Der Lord von Alton würde auf der Stelle erkennen, was er getan hatte. Die Storns hatten keinen Verkehr mit den Comyn; bestimmt würden sie ihm nicht zu Hilfe kommen, auch in diesem Notfall nicht. Er musste sich von den Comyn fernhalten.