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Stephen King - "Christine"

ISBN: 3-453-0525-44

 

Klappentext:

"Christine" ist ein Meisterwerk der modernen Horrorliteratur, das durch psychologische Raffinesse, irritierende Schockeffekte und unheimlichen Nervenkitzel besticht.

 

Inhalt:

Alles beginnt mit zwei Freunden, die in ihren Ferien im Straßenbau arbeiten. Als sie auf dem Heimweg sind, verliebt sich einer der beiden in einen Wagen, der zum Verkauf steht. Der andere mag die "Karre" von Anfang an nicht. Der Wagen scheint etwas Unheimliches auszustrahlen. Außerdem scheint er nach Tod zu riechen.

Der Wagen wird doch gekauft. Von Anfang an heißt er aber "Christine". Christine wird wieder aufgebaut. Aber ohne System. Wild durcheinander werden Teile erneuert.

Der Besitzer des Wagens verändert sich. Er bekommt Züge und Eigenarten an, die der Verkäufer an sich hatte. Denn der ist kurz nach dem Verkauf des Wagens verstorben.

Jeder der in den Wagen steigt, findet ihn unheimlich und vermutet ein Eigenleben in ihm. Die Freunde entfernen sich immer mehr voneinander. "Christine" scheint sich zwischen ihren Besitzer und ihm nahe stehende Personen zu drängen.

Zum krausamen Finale kommt es mit den brutalen Morden, die Christine allein zu begehen scheint. Doch niemand scheint es wahr haben zu wollen.

Nur der Freund und die Exfreundin erkennen den Ausgangspunkt der Gefahr. Auch sie selber stehen inzwischen auf der Abschussliste. Sie wollen dem Ganzen ein Ende setzen und es kommt zu einem krausamen und unheimlichen Finale.

 

Leseprobe:

"Als ich anderthalb Jahre alt war, bekam ich eine Gabel zwischen die Finger und zerkratzte damit das Furnier eines antiken Sekretärs, für den meine Mutter vielleicht fünf Jahr lang gespart hatte. Sie habe Nadelgeld dafür zurückgelegt, hat sie mir später erzählt. Ich muss das Ding in sehr kurzer Zeit ruiniert haben. Natürlich kann ich mich haute nicht mehr daran erinnern, aber sie sagt, sie hätte sich einfach hingesetzt und losgeheult." Arnie lächelte ein bisschen.

"Bis zu diesem Jahr h?tte ich mir meine Mutter so gar nicht vorstellen k?nnen. Jetzt, glaube ich, kann ich es. Vielleicht bin ich in diesem Jahr ein bisschen erwachsener geworden, könnte doch sein, nicht war?"

Junkins zündete sich eine Zigarette an. "Habe ich die Pointe überhört, Arnie? Oder hat sie gar keine?"

"Sie sagte mir später, lieber hätte sie noch drei Jahre lang meine Windeln gewechselt, als so etwas erleben zu müssen, weil man, wie sie sagte, Scheiße wegwischen kann." Arnie lächelte. "In die Spülschüssel - und weg ist sie."

"So weg wie Moochie Welch?" fragte Junkins.

"Davon weiß ich nichts."

"Nein?"

"Nein."

"Ehrenwort?" fragte Junkins. Die Frage war spaßig gemeint aber seine Augen waren es nicht, sie musterten Arnie und lauerten auf den kleinsten Fehler, auf ein verräterisches Lidzucken.

Am Ende der Halle, wo der Typ Winterreifen aufzog, fiel ein Schraubenschlüssel auf den Betonboden. Es klirrte musikalisch, dann folgte im singenden Ton, wie eine Begleit stimme im Chor: "Oh, was fällt dir ein, du Hure!"

Junkins und Arnie blickten kurz zur Box am Ende der Halle, und damit war der Bann gebrochen.

"Sicher, Ehrenwort", erwiderte Arnie. "Ich kann ja verstehen, dass Sie das tun müssen, es ist schliß?lich Ihr Job..."

"Sicher ist es mein Job", unterbrach ihn Junkins sanft. "Der Junge wurde dreimal überfahren - dreimal vor, dreimal zurück. Er klebte auf dem Asphalt. Sie mussten ihn mit einer Schaufel zusammenkratzen."

"Nun hören Sie mal...", sagte Arnie mit leicht erstickter Stimme. Sein Magen stülpte sich um.

"Was stört dich so daran? Kratzt man denn so nicht die Scheiße vom Pflaster weg? Mit einer Schaufel?"