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Richard Bach - "Meine Welt ist der Himmel"

ISBN: 3-548-23305-8

 

Klappentext:

Der Autor des Welterfolges Die Möwe Jonathan hat ein Hohelied auf das Erlebnis des Fliegens geschrieben. In einem unerwartet aufkommenden Gewitter erlebt ein junger Jagdbomber-Pilot die Stunde der Wahrheit: Sein Funkgerät fällt aus, die Instrumente versagen, die Verbindung zur Außenwelt reißt ab. Doch nachdem ihm die sichere Landung geglückt ist, wird niemand etwas davon erfahren: nicht von seinem Kampf mit dem Tod, noch von seinem Sieg.

 

Inhalt:

Der Inhalt ist schnell wiedergegeben. Ganz kurz gesagt geht es hier um einen Botenflug eines Düsenjägers. Er hat mal keine Waffen an Bord, sondern einen Sack, dessen Inhalt auch dem Piloten unbekannt ist. Der Düsenjäger hebt ab und die Gedanken des Piloten schweifen ab. Durch die gesamte Fliegerwelt. Er denkt über seine Ausbildung nach, über bereits verstorbene Kollegen, über die Theorie und über die Unterkünfte. Dann bekommt er Probleme mit einem Gewitter und er muss sein Flugzeug erst einmal wieder außer Gefahr bringen.

Er redet über Formationsflüge in Form einer Übung oder als Schauflug.

Es würde zu weit führen, wenn man die ganzen Kleinigkeiten jetzt aufzählen würde.

Es geht auf jeden Fall nur um die Fliegerei.

 

Leseprobe:

John Larkin wurde in der Luft von einer Sabre gerammt, die ihn zu spät sah, um ausweichen zu können. "Ich wusste nicht, was passiert war", erzählte er mir. "Aber mein Flugzeug überschlug sich, und mir wurde schnell klar, dass ich gerammt worden war. Ich zog den Schleudersitzgriff und drückte den Auslöser, und dann erinnerte ich mich nur noch daran, dass ich mich mitten in einer kleinen Wolke von Flugzeugteilchen befand, die sich gerade von dem Schleudersitz lösten.

Ich war in ziemlich großer Höhe, etwa zwölftausend Meter, also ließ ich mich fallen, ohne den Fallschirm zu öffnen, bis ich die Farben auf dem Erdboden erkennen konnte. Gerade als ich nach meiner Reißleine griff, zog sie der automatische Auslöser für mich, und der Fallschirm öffnete sich vorschriftsmäßig. Ich beobachtete, wie der Schwanz meiner Maschine neben mir heruntertrudelte, und konnte sehen, wie er in den Hügeln aufschlug. Ein paar Minuten später war ich selbst unten und dachte an all die vielen Formulare, die ich nun würde ausfüllen müssen."

Es hatte tatsächlich eine Unmenge von Formularen gegeben, und der Gedanke daran lässt mich auch heute noch doppelt vorsichtig sein, wenn ich an Luftkämpfen teilnehme. In einem Krieg werde ich mich - ohne die vielen Formulare - beim Luftkampf etwas unbeschwerter fühlen.

Wenn sich ein Luftkampf in so niedrige Flughöhe hinunterschreibt, dass es in die Taktik einbezogen werden muss, den Hügeln auszuweichen, wird er nach gegenseitiger Zustimmung abgebrochen, so wie Boxer ihre Fäuste zurückhalten, wenn ein Gegner in den Seilen hängt. In einem tatsächlichen Krieg wird er natürlich bis zum Erdboden hin fortgesetzt, und ich eigne mir alle möglichen Kniffe für die Methoden an, wie man den Feind dazu bringt, dass er gegen einen Bergabhang fliegt. Das alles könnte eines Tages von Wichtigkeit sein.