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Pierre Bellemare - "Unglaubliche Geschichten - Depesche aus dem Jenseits"

ISBN: 3-89350-320-X

 

Klappentext:

Die "Unglaublichen Geschichten" sind wahre Geschichten, die sich irgendwo, irgendwann auf der Welt ereignet haben. Ungefähr so. Wir legen Wert auf das Wörtchen "ungefähr", denn trotz umfangreicher und ernsthafter Recherchen ist es oft kaum möglich herauszufinden, ob alle Einzelheiten hundertprozentig der Wirklichkeit entsprechen. Diese Einschränkung gilt aber wie gesagt nur für die begleitenden Einzelheiten, nicht für den Kern der Geschichte.

 

Inhalt:

Hier geht es um wahre Begebenheiten, die wirklich einmal passiert sein sollen. Teilweise muten die Storys recht seltsam an. Aber teilweise kann man auch nicht unbedingt seltsame Dinge daran finden.

Hier aber erst einmal die Titel aus diesem Buch: Die Erscheinung im weißen Haus; Eine Villa für die Silvesternacht; Illusion, nichts als Illusion; Undichte Stellen im Kriegsministerium; Frööhlich, tapfer und munter; Eifelturm zu verkaufen; Der Sarg im Wasser; Der Mann von Nirgendwo; Reinkarnation; Iwan; Zelle 341; Der Mann mit den Schnallenstiefelchen; Verrückt? sozusagen; Das verfluchte Schloss; Depesche aus dem Jenseits; Rien de va plus für Archibald; Der fliegende Teppich; Die Kuh des Beamten; Ein ganz normaler Tag; Ein Loch in der Nacht; Versiegt wie ein Wadi in der Wüste; Ein überflüssiger Mann; Die Todeszelle; Der Schutzengel; Das Haus der Unsterblichkeit; Die "schwarze Hochzeit"

Auf jede Geschichte einzeln einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Etwas möchte ich aber doch verraten: Ein Ehepaar wird von einem UFO entführt, Gefangene werden in ihren Zellen von Geistern heimgesucht oder verschwinden daraus. Auch eine verfluchte Hochzeit ist dabei oder es wird gezeigt, dass ein Fluch wirklich wirken kann. Ein dreister Ganove versucht den Eifelturm zu verkaufen, obwohl der ihm gar nicht gehört. Oder aber ein Gesch?ftsmann verpasst drei Fläche zu einem Geschäftspartner und wird dadurch vor einem Konkurs bewahrt

Neugierig geworden?

 

Leseprobe:

."Es kann sich auch gar nicht um Ihren Mann handeln, das weiß ich! Er war schon 65 als er starb, und der Rudolph Fentz, der gestern überfahren wurde, war höchstens 30! Deswegen frage ich sie eben, ob Sie Ihren Schwiegervater gekannt haben. Verstehen Sie?

"Nein! Was spielt das für eine Rolle?"

"Mrs. Fentz, mir ist völlig bewusst, wie merkwürdig Ihnen meine Frage vorkommen muss. Das Ganze ist absurd, ich weiß! Nicht nur für Sie. Wir stehen vor einem unbegreiflichen Rätsel.

Warum haben Sie eigentlich Ihren Schwiegervater nicht gekannt?"

"Weil er verschwunden ist, als mein Mann noch ein Kind war."

"Wie das? Verschwunden? Nicht gestorben?"

"Das hat die Familie nie aufklären können. Mein Schwiegervater rauchte leidenschaftlich gerne Zigarren, und seine Frau konnte den Geruch auf den Tod nicht leiden. Also ist er jeden Abend nach dem Essen spazieren gegangen, um draußen seine Zigarre zu rauchen. Eines Abends kam er nicht zurück - und man hat nie wieder etwas von ihm gehört."

"Ist das alles?"

"Ja. Die Familie hat jahrelang nach ihm suchen lassen, leider vergeblich.

"Haben Sie vielleicht eine Photographie von ihm?"

"Nein, Inspektor, damals war es nicht so üblich wie heute. Wir hatten ein Ölbild von ihm."

"Und wie war er darauf gekleidet?"

"Soweit ich mich erinnere, ja... genauso wie Sie es vorhin beschrieben haben. Besonders an die Hose mit den schwarz-weißen Karos, und auch an die Stiefelchen mit den Silberschnallen kann ich mich gut erinnern!"

Zusammen mit dem Chef der Vermisstenabteilung wählt Inspektor Fergusson tagelang in den riesigen Archiven der New Yorker Polizei, bis er eine vollständige Liste aller Personen zusammen hat, die im Laufe des Jahres 1886 verschollen sind. Und er findet, was er sucht: nicht nur den Namen "Rudolph Fentz", sondern auch eine genaue Beschreibung des Mannes, wie seine Familie ihn damals geschildert hat: "29 Jahre alt, enganliegende Hose mit schwarz-weiß karierten Muster, Gehrock, im Rücken geknöpft, Zylinder und Stiefelchen mit Silberschnallen