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Les Martin - "Sophie"

ISBN: 3-8025-2386-5

 

Klappentext:

Ein Bauarbeiter wird durch die Luft gewirbelt und bricht sich das Rückrat. Ein Tierschützer stirbt mit zerfetzter Brust. Nie war der Angreifer zu sehen - nur einmal zerriss ein unmenschliches Brüllen die Nacht, ließ ein bedrohliches Stampfen die Erde erzittern...

Mulder und Scully machen sich auf ins idyllische Fairfield, Idaho. Ebenso ratlos wie die örtliche Polizei sucht das Duo nach der Lösung des Falls - bis Mulder auf eine heiße Spur stößt. Im kleinen Zoo der Stadt geschehen merkwürdige Dinge, und Mulder erkennt die bizarre Wahrheit hinter dem ganz normalen Wahnsinn...

 

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen...

 

Inhalt:

Eine plötzliche Druckwelle zerstört die Scheibe einer Bank, ein Straßenarbeiter stirbt, weil er durch die Luft gewirbelt wird und sich das Rückrad bricht. Die örtliche Polizei kann aber die Sache nicht aufklären und das FBI dritt auf den Plan.

Auch Mulder und Scully tappen zunÄchst im Dunkeln. Wie kommt der Elefant auf die Straße, wenn doch das Gehege fest verschlossen war.

Warum gab es in dem Zoo des kleinen Städtchens keine Geburten? Wie hängt das alles zusammen?

Erst Sophie, ein Gorillaweibchen bringt durch ihr Verhalten Licht in das Dunkel. Des Rätsels Lösung ist wahrscheinlich unglaublich, aber doch auch wieder logisch auf seine Art und Weise.

 

Leseprobe:

... Red liebte Tiere, seit er sich erinnern konnte. Als Kind hatte er streunende Katzen und Hunde aufgenommen und Kämpfe mit seiner Mutter ausgefochten, um sie behalten zu dürfen. Er hatte verletzte Amseln gesund gepflegt und mit frohem Herzen zugesehen, wie sie wieder davongeflogen waren. Und ihm war speiübel geworden, als sein Vater ihn zum ersten und letzten Mal auf die Hirschjagd mitgenommen hatte. Jeder, der einem Tier ein Leid zufügte, erregte seinen Zorn. Ein Tier in einen Käfig gesperrt zu sehen, bereitete ihm Qualen.

Er und die W.A.O. waren wie füreinander geschaffen. Vielleicht hatte er seine Mom nicht dazu bringen können, streunende Tiere aufzunehmen, vielleicht war es ihm nicht gelungen, seinen Vater davon abzuhalten, Hirsche abzuknallen, aber er würde seinen Teil dazu beitragen, der Welt zu zeigen, dass Tiere einen Anspruch darauf hatten, in Freiheit Sicherheit und Würde zu leben.

Red freute sich auf seine nächtliche Aktion. Nachdem er die andere Seite der Felsmauer erreicht hatte, zog er die Nachtsichtvideokamera aus dem Rucksack hervor. Es war ein wunderbarer Apparat, eigentlich viel zu teuer für die Möglichkeiten der W.A.O., aber Red war der geborene Langfinger. Nicht, dass es ihn mit Stolz erfüllte, ein Dieb zu sein, doch in seinen Augen rangierten die Rechte der Tiere bei weitem vor den Gesetzen der Menschen.

Er huschte schnell durch das Gehege zu dem Käfig auf der anderen Seite und spähte durch die Gitter. Die gelben Augen des bengalischen Tigers starrten unverwandt zurück. Das große Tier stand angespannt da und verfolgte jede Bewegung des Fremden.

"Hallo, mein Junge", sagte Red leise. "Zeig mir ein schönes Zähnefletschen." Er brachte die Videokamera in Position und drückte auf den Auslöser. Seine Aufnahme würde den grausamen Anblick einer herrlichen Raubkatze in Gefangenschaft festhalten und die ganze Welt mit diesem furchtbaren Verbrechen konfrontieren.

Plötzlich begannen der Tiger und der Käfig vor seinen Augen zu verschwimmen. Hitzeschleier, wie sie von heißem W?stensand aufsteigen, ließen seine Augen tränen... Der Tiger und der Käfig lösten sich in Nichts auf.

Red blinzelte, reib sich die Augen - und wurde unvermittelt von einer Explosion weißen Lichts geblendet.

Nach einigen endlosen Sekunden verblasste das Licht, sein Sehvermögen kehrte zurück. Und Reds Unterkiefer klappte runter. ...