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William Corlett - "Die Tür im Baum"

ISBN: 3-423-70677-5

 

Klappentext:

Osterferien in Golden House. Kaum sind Alice, Mary und William wieder an jenem geheimnisvollen Ort an der walisischen Grenze, wartet der Magier bereits mit einer Aufgabe, die ihnen alles abverlangt?

 

Inhalt:

William, Mary und Alice kommen in den Osterferien wieder nach Golden House. Die Magie tritt nicht sofort wieder auf. Im Gegenteil: William versucht alles zu verdrängen. Er will mit den geschehenen Dingen nichts mehr zu tun haben.

Der Magier aber nimmt trotzdem wieder Kontakt zu den Kinder auf. Er braucht sie bei der Bekämpfung von Dachsjägern. Er sagt es ihnen aber nicht direkt, sondern redet immer nur um den heißen Brei herum.

Die Kinder lernen auf einem ihrer Streifzüge Meg Lewis kennen. Durch einen Zufall finden sie ein Baumaus auf einer Eibe. In diesem Baumhaus werden sie von Meg überrascht und in die Geheimnisse des Dachsbaus eingeweiht.

So geraten die Kinder und schließlich auch Onkel Jack und Tante Phoebe in eine große Rettungsaktion hinein.

Ganz nebenbei werden auch noch ein paar Geheimnisse gelüftet.

 

Leseprobe:

Am nächsten Morgen stiegen die Kinder denselben Weg auf der steilen Seite des Hügels hinauf wie am Tag zuvor. Spot führte sie und Jack hatte einen Spaten und Gartenhandschuhe dabei.

"Ich mag einen toten Dachs nicht einfach so anfassen", erklärte er.

Sie mussten eine Weile suchen, aber dann fanden sie die breite Schneise im Tannenwald, die Spot den Dunklen und Schrecklichen Weg genannt hatte. Obwohl es eine strahlender und sonniger Tag war, war der Ort vom gleichen trüben Licht erfüllt, an dass sie sich noch gut erinnerten, und die gleich bedrückende Atmosphäre durchdrang alles mit Traurigkeit und Verfall.

"Was für ein trübseliger Wald", sagte Jack, als er auf den Weg trat.

William führte sie zu dem toten Dachs, der immer noch halb versteckt unter den Zweigen lag. Spot blieb mit gesenktem Kopf zurück, den Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt.

"Armer alter Junge!", rief Jack aus, während er den Dachs untersuchte. "Er sieht so aus, als hätte er gekämpft. Seht mal hier am Hals, wo das Fell zerfetzt ist. Irgendetwas ziemlich großes muss ihn angegriffen haben." Während er sprach, blickte er auf und suchte die dichten Bäume ums ich herum mit den Augen ab.

"Beeil dich bitte, Onkel Jack", sagte Alice beklommen. "Ich mag diesen Wald wirklich nicht." Sie blieb zurück und stellte sich neben Spot, weil sie nicht auf den Weg wollte.

Jack schaufelte unter einem Adlerfarn am Wegrand eine flache Grube. Dann legte er mit Williams Hilfe den Dachs hinein und schaufelte die Erde wieder über ihn, bis sie ihn bedeckte.

"Glaubst du, wir sollten ein Gebet sagen oder so?", wisperte Mary.

"Einfach ´Ruhe in Frieden`, was meint ihr?", antwortete Jack ruhig.

Mary nickte und flüsterte leise die Worte.

"Bitte, lasst uns von hier weggehen", bat Alece inständig, "und nie wieder herkommen. Ich hasse diesen Ort. Und Spot genauso."

"Jetzt ist alles vorbei", sagte Jack und vertreib die traurige Stimmung. "Wie Phoebe schon gesagt hat, passiert so etwas dauernd hier draußen. Wir dürfen nicht traurig sein. Es ist alles Teil der Natur. Okay? Und jetzt - kommt ihr alle mit mir zurück?"