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Wolfgang Hohlbein - "Das Avalonprojekt"

ISBN: 3-4266-1866-4

 

Klappentext:

Unheimliche Dinge geschehen auf der Avalon II: Die gesamte Besatzung der Bohrinsel ist spurlos verschwunden, dämonische Stürme toben über dem Meer, eine elfenhafte junge Frau taucht wie aus dem Nichts auf?

 

Versicherungsdetektiv Rudger Harm suche eine logische Erklärung für die mysteriösen Geschehnisse, aber schon bald zweifelt er an seinem Verstand, denn was ihm begegnet, ist nicht von dieser Welt.

 

Inhalt:

Eine Bohrinsel hat sich scheinbar in Luft aufgelöst. An ihrer Stelle steht jetzt die 25 Jahre ältere Zwillingsschwester. Beide Bohrinseln wurden nach den selben Plänen gebaut.

Rudger Harm ist Versicherungsdetektiv. Er soll die Sache für die Versicherung abklären. Allerdings kann er die Erkenntnis vom Tausch der Inseln nicht wirklich begreifen.

Im Stützpfeiler der Bohrinsel wird eine Frau gefunden. Sie wird gefangen gehalten und während dessen geht es ihr immer schlechter. Rudger will sie an Land bringen. Doch auf dem Meer verschwinden Lance Spangler und die Frau. Rudger Harm überlebt das Ganze nur um ein Haar.

Arthur Spangler beauftragt den Detektiv damit, seinen Sohn wieder zu finden. Rudger bekommt Unterlagen über beide Bohrinseln und macht sich auf die Suche.

Plötzlich wird alles unheimlich irreal und lebensgefährlich. Rudger verkehrt plötzlich mit Elfen, die mit silbernen Messern Schmerzen stillen können, seltsame Einbrecher machen sich in seiner Wohnung zu schaffen und plötzlich ha man es auf sein Leben abgesehen.

Plötzlich wird alles unheimlich irreal und lebensgefährlich. Rudger verkehrt plötzlich mit Elfen, die mit silbernen Messern Schmerzen stillen können, seltsame Einbrecher machen sich in seiner Wohnung zu schaffen und plötzlich ha man es auf sein Leben abgesehen.

 

Leseprobe:

Rudger bedachte sie mit einem eisigen Blick, dem sie noch eine knappe Sekunde standhielt, ehe sie auf dem Absatz herumfuhr und dann regelrecht die Flucht antrat. Ihr Begleiter zögerte nur einen Moment länger und ging dann auch. "Was war jetzt schon wieder?", fragte Jenny.

"Das, was ich befürchtet habe", antwortete Rudger. "Sie sind auf uns aufmerksam geworden. Das ist nicht gut."

"Wieso? Hast du Angst, deinen Vielflieger-Rabatt zu verlieren?"

"Ich habe Angst aufzufallen", antwortete Rudger. "Wenn wir unsere Spuren verwischen wollen, ist das nicht gerade von Vorteil." "Spuren verwischen." Jenny machte ein nachdenkliches Gesicht. "Ist das deine Auffassung von Spuren verwischen? Indem du dem, der hinter dir her ist, sagst, wo wir sind?"

Rudger ließ ganz bewusst mehrere Sekunden verstreichen, ehe er antwortete. "Du weißt, was ich von deinem Verdacht halte. Wie kommst du darauf, dass Spangler dahinter steckt?"

"Wer sollte es sonst sein? Er ist seit zehn Jahren hinter uns her."

Hinter uns, wiederholte Rudger in Gedanken. Eine interessante Formulierung - vor allem, wenn er ihre Behauptung bedachte, von Alexandras Freunden und dem, was sie taten, nicht besonders viel gewusst zu haben. Seltsam, dache er: Das latente Misstrauen, das er ihr gegenüber am Anfang verspürt hatte, war ein bisschen schwächer geworden, sondern hatte mittlerweile fas die Qualität einer Gewissheit angenommen. Er wusste, dass sie ihm mehr verschwiegen als verraten hatte, aber es war verrückt: Er konnte es ihr einfach nicht wirklich übel nehmen.

"Du redest von dem Mann, der mich beauftragt hat", sagte er geduldig. "Es wäre ziemlicher Schwachsinn, mich zu engagieren, nur um mich dann umbringen zu lassen. Das hätte er billiger haben können - und vor allem leichter."

"Wir sind tot", beharrte Jenny stur. "Wenn wir in London landen, sind wir tot."

Rudger gab auf. Es war vollkommen sinnlos, weiter mit ihr reden zu wollen; zumindest nicht über dieses Thema.

Und was das Allerschlimmste war: Er war nicht einmal hundertprozentig sicher, dass sie sich wirklich irrte.