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Cornelia Franz - "Alte Geschichten und neue Liebhaber"

ISBN: 3-426-65101-7

 

Klappentext:

Bea, Buchhändlerin, ledig, traut ihren Augen nicht, als sie bei der Hochzeit von Freunden plötzlich ihrer alten Schulfreundin Miriam gegenübersteht, die sie seit der Abiturfeier nicht mehr gesehen hat. Miriam ist all das, was Bea nicht ist. Verheiratet - allem Anschein nach glücklich -, Mutter von zwei Kindern, Hausfrau.

Doch bald blickt Bea hinter die Fassade dieser ach so glücklichen Ehe - und sie lernt Beas Mann Manfred kennen. Dieser entpuppt sich durchaus nicht als Langweiler, für den ihn Bea zunächst gehalten hat - sehr zu Beas Erstaunen?

 

Inhalt:

Bea langweilt sich auf der Hochzeit einer Freundin, da sie niemanden kennt. Doch dann taucht Miriam auf. In durchaus junger und attraktiver Begleitung. Die stellt sich als Sohn von Miriam heraus.

Die beiden unterhalten sich etwas gekünstelt. Dabei drohen sie schon wieder in einem Streit auszubrechen. Trotzdem wird Bea von Miriam zum Kaffee eingeladen.

Bei dieser Gelegenheit lernt Bea auch den Mann von Miriam kennen. Und im Laufe der Zeit beginnen die beiden eine Affäre miteinander. Bea bekommt ein schlechtes Gewissen gegenüber Miriam, als sie sich mit ihrem Mann verkracht. Bea will die Beziehung beenden, da sie begreift, dass der Mann zu seiner Familie gehört. Zum Abschied schlafen sie noch einmal miteinander. Und genau davon wird Bea schwanger.

Eigentlich wollte sie ja ein Kind, aber nicht zu diesem Preis. Eine schwere Entscheidung steht ins Haus.

Am Ende kommt es doch anders, als gedacht, aber das verrate ich nicht. Sonst geht die gesamte Spannung verloren.

 

Leseprobe:

... Miriam wartete ebenfalls voll Ungeduld darauf, dass es Abend wurde. Bea hatte dermaßen panisch reagiert, dass sie wirklich in Schwierigkeiten zu stecken schien. Nun gut, sie neigte manchmal zu übertreibungen. In der Schule hatte sie einmal einen zweitägigen Klassenstreik organisiert, weil ihr Mathelehrer ein paar ungerechte Zensuren verteilt hatte. Aber wenn sie sich schon anwaltlich beraten ließ, schien ja doch mehr dahinter zu stecken.

Als Manfred endlich nach Hause kam, überfiel Miriam ihn mit ihrer Neugier, noch ehe er seine Pantoffeln anhatte - etwas, das Manfred gar nicht gern mochte.

"Du, ich hab heute Bea getroffen. Was ist denn los mit ihr?"

Miriam wollte ihrem Mann den Mantel abnehmen, aber Manfreds unwirsches "Nun lass doch das Gefummel" hielt sie davon ab. Manfred ging ins Wohnzimmer und schnappte sich das Hamburger Abendblatt. Doch Miriam ließ nicht locker.

"Manfred, ich hab dich was gefragt. Leg bitte die Zeitung weg."

"Was ist denn?"

"Das will ich von dir wissen. Was ist mit Bea?"

Manfred sah sie entsetzt an und schluckte. Er starrte auf die Zeitung in der Hand.

"So schlimm wird es doch nicht sein, dass du nicht darüber sprechen kannst. Oder willst du nichts sagen wegen der anwaltlichen Schweigepflicht?"

"Schweigepflicht?" Manfred rutschte die Zeitung aus der Hand.

"Du brauchst mir ja keine Details zu erzählen. Aber ich mache mir doch Sorgen." ...