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Michael Ende - "Der Wunschpunsch"

ISBN: 3-522-16610-8

 

Klappentext:

Beelzebub Irrwitzer ist eine talentierter und erfolgreicher Zauberer. Trotzdem ist es ihm dieses Jahr nicht gelungen, sein Soll an bösen Taten zu erfüllen, denn der Hohe Rat der Tiere hat Verdacht geschöpft und ihm einen Aufpasser ins Haus geschickt - einen kleinen Kater mit dem klangvollen Namen Maurizio de Mauro. Zwar ist dieser ein bisschen einfältig und zu vertrauensselig, aber sehr neugierig, so das Irrwitzer doch vorsichtig sein mussten und nicht in gewohnter Art und Weise Böses zaubern konnte. Seiner Tante Tyrannja Vamperl erging es ähnlich - der Rabe Jakob Krakel beobachtete sie sorgfältig, was ihren Tatendrang erheblich bremste.

Nun sitzen Irrwitzer und Tyrannja schön in der Klemme, denn wie sollen sie in einer einzigen Nacht all ihre Rückstände aufarbeiten? Doch Tyrannja hat einen glänzenden Plan, der ihnen beiden zu schnellem Erfolg verhelfen und gleichzeitig die beiden Spione ausschalten soll, ohne dass diese den Braten riechen. Hektische Vorbereitungen beginnen, denn die Zeit drängt.

Wird es der Hexe und dem Zauberer gelingen, ihren teuflisches Vorhaben zu verwirklichen?

 

Inhalt:

Beelzebub Irrwitzer bekommt am Silvestermorgen Besuch von der Behörde. Er soll persönlich gepfändet werden, da sein vertraglich vereinbartes Soll an Naturkatastrophen noch nicht erfüllt ist.

Seiner Tante Tyrannja Vamperl droht das selbe Schicksal. Doch sie hat einen Ausweg. Der Wunschpunsch kann helfen. Davon hat sie aber nur den ersten Teil des Rezeptes. Der ist aber ohne den zweiten Teil wertlos.

Beelzebub hat den zweiten Teil. Als er aber hinter den Plan seiner Tante kommt, rückt er den nicht raus.

Sie brauen den Punsch gemeinsam zusammen. Doch die Tricksereien bleiben da nicht aus.

Die beiden Spione Maurizio die Mauro und Jakob Krakel müssen diesen Plan sabotieren und machen sich auf, um einen Ton vom Silvestergeläut zu besorgen. Mit etwas Hilfe bekommen sie den auch.

Ob sie noch rechtzeitig ins Labor zurückkommen und ob die Welt gerettet werden kann, will ich nicht verraten. Ein bisschen Spannung soll ja noch über bleiben.

 

Leseprobe:

... "Untertänigsten Dank, Euer Gnaden", keuchte Jakob, "das war knapp!"

Maurizio konnte gar nicht sprechen, erstens, weil ihm alle Knochen wehtaten, zweitens aber, weil es ihm die Rede verschlug, dass ausgerechnet Irrwitzer ihnen das Leben gerettet hatte, den er doch eigentlich mit tiefster Verachtung strafen wollte. Solchen Komplikationen war sein Verstand nicht gewachsen.

Nun tauchte auch Tyrannja Vamperl hinter dem Zauberer auf.

"Ach du lieber Zins!" rief sie. "Ihr armen Kleinchen, ihr habt euch doch nicht am Ende weh getan?"

Sie tätschelte den Kopf des Raben.

Auch der Zauberer streichelte Maurizio und sagte in gütigem Ton:

"Also hört mal, das sind doch keine Spielsachen hier! Du solltest das eigentlich wissen, Maurizio di Mauro. Ihr dürft niemals etwas anfassen ohne meine ausdrückliche Erlaubnis. Das ist viel zu geführlich. Es könnte euch werweißwas passieren, und das würde deinen guten Maestro sehr, sehr traurig machen."

"Blablablabla...", schnarrte der Rabe fast unhörbar in sich hinein.

Zauberer und Hexe wechselten einen raschen Blick, dann fragte sie: "Jaköbchen, mein lieber Rabe, wieso bist du überhaupt hier?"

"Bitte, Madam", antwortete Jakob mit Unschuldsmiene, "ich hab bloß Ihren Besuch anmelden gewollt."

"So? Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass ich dir das befohlen hätte, mein Vögelchen."

"Ich hab's freiwillig gemacht, weil ich gemeint hab, Sie wollen mich bloß schonen - aus lauter Sorge wegen dem Sauwetter und meinem Reißmatissmus, und ich wollt Ihnen aber unbedingt einen Gefallen tun." ...