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Marion Zimmer Bradley; Holly Lisle - "Im Schatten der Burg"

ISBN: 3-404-14554-2

 

Klappentext:

Ein neuer Roman aus dem geheimnisvollen Tal GLENRAVEN und das Vermächtnis einer großen Autorin: Der Erzschurke Callion sinnt auf düstere Rache. Diesmal spinnt er seine Intrigen jedoch nicht im verwunschenen Alpental Glenraven, sondern in Kalifornien. Wieder sind es zwei Frauen, eine aus Glenraven, die andere aus Los Angeles, die zwischen ihm und seinen finsteren Plänen stehen?

 

Inhalt:

Kate fährt einen eigenen Lade, der genug für ihren Lebensunterhalt abwirft. Doch eines Tages wird sie überfallen. Zu Hause stellt sie fest, dass man auch ihr Pferd getötet hat. Nur langsam wird sie damit fertig.

Ihre Welt gerät erst aus den Fugen, als sie ein Buch findet, dass mit ihr redet. Durch dieses Buch kommt höchst seltsamer Besuch zu ihr.

Es stellt sich heraus, dass diese Leute Katis Hilfe brauchen, um in ihre Welt zurückkehren zu können. Kates Probleme geraten in den Hintergrund. Denn zu fünft wollen sie dem Erzschurken Callion das Handwerk legen. Ihn zu finden, war noch recht einfach, doch der Kampf gegen ihn muss gut organisiert sein. Besonders, als sich herausstellt, dass ein Verräter in den eigenen Reihen für Callion arbeitet.

Der Kampf wird hart, es gibt Opfer und auch der Verräter wird entlarvt. Die Gruppe kann nach Glenraven zurückkehren, aber dort ist noch nicht alles ausgestanden.

Mehr verrate ich nicht. Die Spannung ist sonst verloren.

 

Leseprobe:

... Als Kate und Rhiana das Restaurant betraten, schenkte man ihnen kaum Beachtung. Bei Val und Tik, die ihnen folgten, war das schon anders. Die beiden Kellnerinnen machten große Augen, als Val sie anlächelte, und noch größere, als der Dagreth hereinkam und sich zur Seite drehen musste, da seine breiten Schultern ansonsten nicht durch die Tür passten.

"Du lieber Himmel", sagte eine von ihnen. Daraufhin drehte sich einer der Lastwagenfahrer um, und auch andere Gäste sahen zu den Neuankömmlingen. Die vielen Fremden im Restaurant warfen Kate und ihrer umherreisenden Freak-Show feindselige Blicke zu, und obwohl der Dagreth und der Kin, wie besprochen, in die Runde lächelten, hatte Kate das Gefühl, dass sie sich verrechnet hatte.

Plötzlich rief einer der Teenager in der Nische, ein magerer Junge: "Was für tolle Kostüme! Sieh mal, Dad; das sind solche, wie wir sie auf dem Con gesehen haben. Du erinnerst dich doch. Ich habe dir doch davon erzählt?" Der Vater sah zu den Fremden hinüber. "Schon gut, Marty, ich sehe diese gottverdammten Kostüme. Die müssen doch total verrückt sein, wenn sie um diese Zeit verkleidet in ein Waffle House gehen. Und abgesehen davon? Wenn man eins von diesen blöden Dinger gesehen hat, dann hat man sie alle gesehen. Iss endlich auf, damit wir weiterfahren können."

Die Fernfahrer wandten sich wieder ihrem Kaffee zu, und die Kellnerinnen starrten Kate und ihre Begleiter nicht länger an. Auch die anderen Gäste schienen wieder zu glauben, dass die Welt ums sie herum keine Überraschungen mehr barg und dass es für alles Unerklärliche eine logische Begründung gab, wenn man nur lange und gründlich genug danach suchte, oder wenn man jemanden fand, der das bereits getan hatte und auf alles eine Antwort wusste.

Die Leute waren blind, und zwar nicht, weil's ie nicht sehen konnten, sondern weil sie nicht sehen wollten. In diesem konkreten Fall waren sie blind, weil sie lieber den Worten eines dünnen Jungen glaubten, der am helllichten Tag vor sich hinträumte, als ihren eigenen wachen Sinnen. ...