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James Patterson - "Die Wiege des Bösen"

ISBN: 3-404-14505-6

 

Klappentext:

Als die 16ä?hrige Kathleen Beavier plötzlich schwanger wird, sind ihre Eltern entsetzt. Doch noch mehr verstört sie die beharrliche Aussage ihrer Tochter, niemals mit einem Jungen geschlafen zu haben. Und auch die Untersuchungen mehrerer Ärzte ergeben ein eindeutiges Bild: Kathleen ist immer noch Jungfrau!

Der Bostoner Kardinal beauftragt die ehemalige Nonne Anne Fitzgerald, der Sache auf den Grund zu gehen. Denn vor achtzig Jahren wurde die Geburt eines göttlichen Kindes prophezeit. Auch der Vatikan schickt einen Mitarbeiter, Nicholas Rosetti. Dieser ist Anne Fitzgerald in einem voraus: Er weiß, dass in Irland eine vierzehnjährige Jungfrau ebenfalls ein Kind erwartet. Und er weiß auch, dass eines der beiden Kinder der Sohn Gottes, das andere das Kind des Satans ist.

 

Inhalt:

Kathleen ist schwanger. Doch sie ist noch Jungfrau. Dadurch, dass sie in Amerika lebt, und durch ihren Selbstmordversuch in der Abtreibungsklinik gelangt das in die Medien. Von den Lauten wird sie für die heilige Jungfrau gehalten. Dadurch lebt sie gefährlich.

Colien ist auch schwanger. Auch sie ist noch Jungfrau. Doch ihr Fall ist geheim. Die Leute im Dorf wissen es. Die schikanieren sie auch, aber der Weltöffentlichkeit wird es durch die Kirche verheimlicht.

Anne ermittelt in dem Fall. Eines der M?dchen wird das Kind Satans zur Welt bringen. Und dieses Kind muss sofort getötet werden.

Doch als beide Kinder geboren sind, kommt es doch anders, als gedacht.

 

Leseprobe:

...Wir fuhren schnell, zu schnell, und ich grub meine Fingernägel in Justins Arm. Er schaute teilnahmslos aus dem Fenster, als wäre er mit seinen Gedanken sehr weit weg. Ich nahm mir einen Moment Zeit, um sein Gesicht zu studieren, und wieder überschwemmte mich eine Woge der Zärtlichkeit. Welche Rolle spielten wir beide in dieser rätselhaften Geschichte? Das fragte ich mich immer wieder.

Wir wurden in ein Haus gebracht, in dem wir in Sicherheit waren. Dieser Ort war ursprünglich für Kathleens Entbindung gewählt worden. Es war ein Landgut, das Henri Beavier gehörte. Charles` jüngerem Bruder, der dort mit seiner Frau und seinen Kinder lebte. Wir sollten auf die Anweisungen von Pater Rosetti warten, sobald wir dort waren. Es war offensichtlich, dass Rosetti und der Vatikan jetzt die Verantwortung übernahmen.

Der Wagen verlangsamte das Tempo, als wir uns einer hohen, dunklen Hecke näherten, und hielt dann genau vor dem schwarzen Eisentor an, das langsam aus dem Nebel auftauchte. Ich war erleichtert, dass wir endlich das Ziel erreicht hatten, aber sogar dieser kurze Moment der Freude wurde von Angst überschattet. Die große Villa wirkte zu dieser Stunde bedrohlich.

Als die automatischen Tore geöffnet wurden, tauchte ein weißer Transporter mit quietschenden Bremsen aus dem Nebel auf. Dann erklang das schleifende, metallische Geräusch von Schiebetüren.

Ich sah stahlblaue Buchstaben auf der Längsseite des Transporters: GDZ-TV.

Man hatte uns aufgelauert, und das empörte mich.

Pressefotografen mit kleinen Rucksäcken auf dem Rücken sprangen hastig aus dem Transporter. Im gleichen Augenblick stürmte aus dem Dickicht schattiger Nadelbäume ein Knäuel wartender Reporter auf uns zu.

"Sie sind hier! Sie sind hier", rieft jemand auf Französisch. Der Karosserie unseres Wagens wurde ein lauter, dumpfer Schlag versetzt.

Jemand drückte sein verzerrtes Gesicht mit einem zotteligen Bart gegen das Fenster auf meiner Seite. Ein anderer starrte ins hintere Fenster.

!Warum sind Sie nach Frankreich gekommen? Nein, nein, Sie sind ja gar nicht Kathleen! Wo ist Kathleen Beavier?"

Scheinwerfer und die Außenbeleuchtung auf dem Hof hinter dem Tor leuchteten auf. In diesem großen Tumult ertönte eine heulende Polizeisirene. ...