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Stephen King - "Duddits"

ISBN: 3-550-08329-7

 

Klappentext:

Als die vier Freunde Pete, Henry, Jonesy und Biber wie jedes Jahr im Herbst zu ihrem gemeinsamen Jagdausflug in die Wälder von Maine aufbrechen, ahnen sie noch nicht, dass nach ihrem Trip in die Wälder nichts mehr so sein wird wie vorher.

Sie müssen sich einer tödlichen Bedrohung stellen, und es scheint kein Entkommen zu geben, doch da fällt ihnen in letzter Minute Duddits ein, ihr alter Freund Duddits mit seinen hellseherischen Fähigkeiten,ihre vielleicht letzte Hoffnung auf Rettung aus diesem nicht enden wollenden Alptraum.

 

Inhalt:

Es geht um vier Freunde, die zusammen auf einem Jagdausflug sind. Einer von ihnen erschießt um ein Haar einen Menschen. Dann nimmt er ihn mit auf die Hütte, wo er ihn versorgt, weil er vollkommen orientierungslos ist.

Die beiden anderen der vier Freunde sind einkaufen. Sie sind auf dem Rückweg, als sie durch eine auf der Straße sitzende Frau einen Unfall bauen.

Der Mann und die Frau haben beide ein "Kackwiesel" in sich, die irgendwann mal aus dem Körper ausbrechen und ihre Wirte damit töten.

Außerirdische sind gelandet und verbreiten einen gefährlichen Pils. Die Menschen sterben daran und das Militär riegelt das Gelände ab. Allerdings kann eines der Wesen entkommen. Er will das Trinkwasser infizieren.

Eine Hetzjagd beginnt, deren Ende sehr knapp ist.

 

Leseprobe:

... Sie befanden sich auf einem baumgesäumten Hügelkamm mitten im Nirgendwo. Wor ihnen erstreckte sich ein verschneites, bewaldetes Tal; dahinter erhoben sich erodierte Hügel mit dichtem Gestrüpp, aus dem kein einziges Licht zu sehen war. Und zur Krönung des Ganzen ging nun auch noch die Sonne unter.

Na, da hast du uns ja wieder mal einen schönen Schlamassel eingebrockt, dache Jonesy, konnte bei Mr. Gray aber keine Verärgerung bemerken. Mr. Gray hielt mit dem Schneemobil an, nahm den Gang raus und saß dann einfach reglos da.

Norden, sagte Mr. Gray. Aber nicht zu Jonesy.

Pete antwortete laut, mit müder, lahmer Stimme: "Woher soll ich das wissen? Ich kann nicht mal sehen, wo die Sonne untergeht! Eins meiner Augen ist im Arsch!"

Mr. Gray drehte Jonesys Kopf um, und Jonesy sah, dass Pete das linke Auge verloren hatte. Das Lid war nach oben gezogen, was zu einem töricht überraschten Gesichtsausdruck führen, und aus der Augenhöhle wuchs ein kleiner Byrus-Dschungel. Die längsten Fäden hingen heraus und strichen Pete über die bartstoppelige Wange. Weiter Fäden rankten sich in satt rotgoldenen Strähnen durch sein schütteres Haar.

Du weißt es.

"Vielleicht schon", sagte Pete. "Und vielleicht will ich dir nicht sagen, wo es langgeht."

Und wieso nicht?

"Weil ich bezweifle, dass es uns gut bekommt, was du vorhast, du Arschgesicht", sagte Pete, und Jonesy verspürte einen absurden Stolz.

Jonesy sah das Gewächs in Petes Augenhöhle zucken. Pete schrie und hielt sich das Gesicht. Für einen kurzen, trotzdem viel zu langen Moment stellte sich Jonesy bildlich vor, wie sich die rotgoldenen Tentakeln von der Augenhöhle in Petes Hirn vorgruben, wo sie sich wie kräftige Finger um einen grauen Schwamm schlossen. Mach schon, Pete, sag`s ihm!, schrie Jonesy. Um Himmels willen, sag`s ihm!

Der Byrus gab wieder Ruhe. Pete ließ die Hand von seinem Gesicht sinken, das nun dort, wo es nicht rötlich golden war, Totenblässe zeigte. "Wo bist du Jonesy?" fragte er. "Ist da Platz für zwei?"

Die kurze Antwort darauf lautete natürlich nein. Jonesy verstand nicht, was mit ihm passiert war, und wusste nur, dass sein überleben "dieser letzte Kern von Autonomie" davon abhing, dass er genau dort bleib, wo er war. Wenn er auch nur die Tür öffnete, war es aus mit ihm."