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Richard Preston - "Cobra"

ISBN: 3-426-19474-0

 

Klappentext:

Erneut greift der Autor von HOT ZONE ein hochaktuelles Thema auf: weltweite illegale Geschäfte mit biologischen Waffen. Preston war gezwungen, die Ergebnisse seiner Recherchen in einem Roman zu verpacken - andernfalls hätte er sie nicht veröffentlichen können. Einer der ersten Leser dieses Romans war US-Präsident Bill Clinton, der, wie die New York Times vom 26.04.1998 berichtete, nach der Lektüre so alarmiert gewesen sein, dass er Geheimdienstexperten angewiesen habe, die Glaubwürdigkeit der in COBRA geschilderten Sachverhalte zu prüfen und im März 1998 Wissenschaftler zu einer Geheimkonferenz über biologische Waffen zusammenrief.

 

Inhalt:

Im Ausland kontrolliert die USA die Herstellung, den Besitz und die Benutzung von Biowaffen. Doch im eigenen Land stirbt ein Penner und ein junges Mädchen an seltsamen Krämpfen. Beide werden obduziert und man entdeckt seltsame Kristalle in ihren Gehirnen. Als dann auch die Besitzerin eines Trödelladens an den selben Symptomen stirbt, wird die Gefahr erkannt und man schaltet das FBI ein.

Der Täter selber verfolgt in der Zeit seelenruhig seinen Plan weiter. Er produziert Viren und bringt sie in größeren Mengen aus.

Das FBI kommt in der Zeit seinem ehemaligen Arbeitgeber auf die Spur. So kennt es dann auch den Namen des möglichen Täters und muss ihn jetzt noch ausfindig machen. Aber auch das ist nicht so einfach.

Die Zeit wird knapp. Der Täter hat mit selbst gebauten Virenbomben das Haus auf verborgenen Wegen verlassen. Die Verfolgungsjagt geht durch New Yorker U-Bahnnetz...

 

Leseprobe:

... Was sie nicht vergessen konnte, war der letzte Anblick von Ben Kly, als er noch lebte. Kly hatte ihr die Chance gegeben zu entkommen, und er hatte es getan, obwohl er wusste, dass ihm das durchaus das Leben kosten könnte. Er hatte sie auch in den Tunnel der Houston Street begleitet und sie beschützt. Ein städtischer Leichendiener, einer aus der anonymen Schar derer, die sich um die Toten kümmerten, doch sie sah in Ben Kly einen Mann mit großem Mut. Die Ermittlung verdankte ihm viel. Er hinterließ eine Frau und ein kleines Kind. Austen empfand die Unwürdigkeit der Überlebenden. Sie konnten hören, wie Dudley sagte: "Arbeiten Sie außen herum."

Sie entfernte Gen Dudleys Gehirn, wobei sie die Nerven besonders sorgfältig mit dem Skalpell durchtrennte. Das Gehirn breitete sich auf dem Schneidebrett aus und ähnelte einer silbrigen Qualle. Sie berührte es mit den Fingerspitzen. Vom Kettenhandschuh geschätzt konnte sie die Feinheiten des Gewebes nicht spüren, aber das Gehirn schmolz beinahe unter ihrer Berührung dahin.

Mit dem Skalpell entfernte sie kleine Brocken von der Unterseite des Gehirns und verstaute sie in Bioprobengläsern.

"Ich werde jetzt sein Auge herausnehmen, Dr. Nathanson", sagte sie.

Er nickte.

Mit Hilfe von Zange und Skalpell hob sie Dudleys Augenlid hoch und zwickte und schnitt den Knochen um die recht Augenhöhle ab. Schließlich befreite sie den Augapfel und hob ihn aus der Höhle. Ein Stück Sehnerv baumelte daran. Sie tat alles ins Probenbecherglas.

Austen legte drei Probensets an. Das eine würde Walter Mellis in die Sicherheitslabors der Stufe 4 an der CDC bringen; ein weiterer war für USAMRIID in Fort Detrick bestimmt, und das dritte Set bekam Reachdeep. ...