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Anonie De Saint-Exupe`ry - "Der kleine Prinz"

ISBN: 3-7920-0026-1

 

Klappentext:

Einen Klappentext hat das Buch leider nicht. Allerdings dürfte es auch schon hinreichend bekannt sein.

 

Inhalt:

Wer kennt den kleinen Prinzen nicht? Ausgelegt als Kinderbuch, begeistert er auch und gerade Erwachsene.

Der kleine Prinz ist sehr einsam auf seinem Planeten. Tapfer kämpft er gegen die Affenbrotbäume und übernimmt die Pflege einer sehr hochmütigen Blume.

Eines Tages will er auf Reisen gehen. Die Blume tut beleidigt, doch der Prinz geht trotzdem.

Auf seiner Reise trifft er die verschiedensten Charaktere. Zum Beispiel einen Säufer, einen Eitlen, einen Geschäftsmann und einen Geographen. Doch nur auf der Erde hält er sich länger auf und lernt so einiges dazu.

Seine Rückreise wird dann ziemlich traurig, aber ich will nicht zu viel verraten.

 

Leseprobe:

'... Der fünfte Planet war sehr sonderbar. Er war der kleinste von allen. Es war da gerade Platz genug für eine Straßenlaterne und einen Laternenanzünder. Der kleine Prinz konnte sich nicht erklären, wozu man irgendwo im Himmel, auf einem Planeten ohne Haus und ohne Bewohner, eine Straßenlaterne und einen Laternenanzünder braucht. Doch sagte er sich:

Es kann gut sein, dass dieser Mann ein bisschen verrückt ist. Doch ist er weniger verrückt als der König, der Eitle, der Geschäftsmann und der Säufer. Seien Arbeit hat wenigstens einen Sinn. Wenn er seine Laterne anzündet, so ist es, als setzte er einen neuen Stern in die Welt, oder eine Blume. Wenn er seine Laterne auslöscht, so schlafen Stern oder Blume ein. Das ist eine sehr hübsche Beschäftigung. Es ist auch wirklich nützlich, da es hübsch ist.

Als er auf dem Planeten ankam, größte er den Laternenanzünder ehrerbietig.

"Guten Tag. Warum hast du deine Laterne eben ausgelöscht?"

"Ich habe die Weisung", antwortete der Laternenanzünder. "Guten Tag."

"Was ist das, die Weisung?"

"Die Weisung, meine Laterne auszulöschen. Guten Abend."

Und er zündete sie wieder an.

"Aber warum hast du sie soeben wieder angezündet?"

"Das ist die Weisung", antwortete der Anzünder.

"Das verstehe ich nicht", sagte der kleine Prinz.

"Das ist nichts zu verstehen." Sagte der Anzünder. "Die Weisung ist eben die Weisung. Guten Tag."

Und er löschte seine Laterne wieder aus.

Dann trocknete er sich die Stirn mit einem rotkarierten Taschentuch.

"Ich tue da einen schrecklichen Dienst. Früher ging es vernünftig zu. Ich löschte am Morgen aus und zündete am Abend an. Den Rest des Tages hatte ich zum Ausruhen und den Rest der Nacht zum Schlafen..."

"Und seit damals wurde die Weisung geändert?"

"Die Weisung wurde nicht geändert.", sagte der Anzünder. "Das ist ja das Trauerspiel! Der Planet hat sich von Jahr zu Jahr schneller und schneller gedreht, und die Weisung ist die gleiche geblieben!"

"Und?" sagte der kleine Prinz.

"Und jetzt, da er in der Minute eine Umdrehung macht, habe ich nicht mehr eine Sekunde Ruhe. Jede Minute zünde ich einmal an, lösche ich einmal aus!?"

"Das ist lustig! Die Tage dauern bei dir eine Minute!"

"Das ist ganz und gar nicht lustig", sagte der Anzünder. "Das ist nun schon ein Monat, dass wir miteinander sprechen."

"Einen Monat?"

"Ja, dreißig Minuten. Dreißig Tage! Guten Abend."

Und er zündete seine Laterne wieder an.

Der kleine Prinz sah ihm zu, und er liebte diesen Anzünder, der sich so treu an seine Weisung hielt. Er erinnerte sich der Sonnenuntergänge, denen er früher nachging, indem er seinen Sessel weiterrückte. Er wollte seinem Freund beispringen:

"Weißt du... ich kenne ein Mittel, wie du ich ausruhen könntest, wenn du wolltest..." ...