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Dan Brown - „Illuminati“

ISBN: 3-404-14866-5

Klappentext:

Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet

Inhalt:

Robert Langdon fühlt sich veralbert, als er mitten in der Nacht angerufen wird. Doch ein Fax rüttelt ihn dann wach.

In der Schweiz bekommt er einen gebrandmarkten Leichnam zu Gesicht, der Rätsel aufgibt.

Das Ganze wird noch verwirrender, als offenbar wird, an was das Mordopfer gerade geforscht hat. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Und der Countdown ist nicht länger als 24 Stunden.

Innerhalb jeder Stunde soll ein Kardinal zu Demonstrationszwecken geopfert werden und gebrandmarkt werden. Ein gefundenes Fressen für die Presse, die sich wie die Geier auf die nun folgenden Ereignisse stürzen.

Der Vatikan, ja die ganze Kirche scheint in der tiefsten Krise seit ihrem Anbeginn zu stecken und die Gläubigen der Welt schauen auf Robert Langdon, der alles retten soll.

Leseprobe:

… Der Hashishin fügte seine bewusstlose Trophäe hinten in den Lieferwagen und nahm sich eine paar Sekunden Zeit, um ihren makellosen Körper zu bewundern. Sie war nicht so wunderschön wie die Frauen, die er kaufte, doch sie besaß eine animalische Kraft, die ihn faszinierte. Ihr Körper strotze Gesundheit und war feucht vom Schweiß. Sie duftete nach Moschus.

Der Hashishin stand da und bewunderte seine Beute, ohne den pochenden Schmerz in seinem Arm zu beachten. Die Schwellung stammte von dem herabfallenden Sarkophag, schmerzhaft, jedoch unbedeutend. Sie war den Preis, der dort im Lieferwagen vor ihm wartete, mehr als wert. Außerdem tröstete es ihn, dass der Amerikaner, der ihm das angetan hatte, wahrscheinlich tot war.

Der Hashishin starrte auf seine reglose Gefangene und stellte sich vor, was als Nächstes kommen würde. Er schon eine Hand unter ihre Bluse. Ihre Brüste unter dem BH fühlten sich perfekt an. Ja. Er grinste. Du bist den Preis mehr als wert. Er kämpfte gegen das Verlangen an, sie gleich hier zu nehmen, schloss die Tür und fuhr in die Nacht davon.

Nicht nötig, die Presse über diesen Mord zu informieren...

das würden die Flammen für ihn übernehmen.

Die Sekretärin Sylvie Baudeloque saß wie betäubt vor der Fernsehansprache des Camerlengos. Nie zuvor hatte sie sich so stolz gefühlt, Katholikin zu sein, und nie zuvor hatte sie sich so sehr dafür geschämt, bei CERN zu arbeiten. Sie verließ den Korridor mit den Fernsehräumen und stellte fest, dass die Stimmung überall gleichermaßen gedrückt und ernst war. Als sie zurück in ihrem Büro war, läuteten sämtliche sieben Telefone gleichzeitig. Anfragen der Medien wurden niemals hierher durchgestellt; sie landeten stets bei der Presseabteilung, also konnte es sich nur um eines handeln: Geld.

Die Antimaterietechnologie hatte also bereits Interessenten gefunden.

Günther Glick ging wie auf Wolken, als er dem Camerlengo aus der Sixtinischen Kapelle folgte. Er und Chinita hatten soeben die Liveübertragung des Jahrzehnts gemacht. Was für eine Übertragung! Der Camerlengo hatte alle in seinen Bann gezogen.

Draußen im Korridor wandte der Camerlengo sich zu Günther und Chinita um. „Ich habe die Schweizergardisten gebeten, mehrere Fotos für Sie herauszusuchen. Bilder von den gerrandmarkten, ermordeten Kardinälen sowie ein Bild von seiner Heiligkeit. Ich muss Sie allerdings warnen – es sind keine angenehmen Bilder. Furchtbare Brandwunden, eine schwarze Zunge. Trotzdem möchte ich Sie bitten diese Bilder in die ganze Welt auszustrahlen.“

Günther fühlte sich, als wäre im Vatikaan die ewige Weihnacht ausgebrochen. Er will, dass ich ein Exklusivbild des toten Papstes ausstrahle? „Sind Sie sicher, Monsignore?“, fragte er, bemüht, sich seine Aufregung nicht anmerken zu lassen.

Der Camerlengo nickte. „Die Schweizergarde wird Ihnen außerdem das Livebild von der Überwachungskamera zeigen, auf dem der Antimateriebehälter mit dem Countdown zu sehen ist.“

Günther starrte den Geistlichen an. Weihnachten. Weihnachten. Weihnachten!

„Die Illuminati werden bald herausfinden“, erklärte der Camerlengo, „dass sie diesmal entschieden zu weit gegangen sind.“

96.

Die erstickende Dunkelheit war einmal mehr zurückgekehrt, wie ein sich wiederholendes Thema in einer dämonischen Symphonie.

Kein Licht. Keine Luft. Kein Ausweg.

Langdon lag gefangen unter dem umgekippten Sarkophag. Er versuchte, seine Gedanken irgendwohin zu lenken – nur nicht auf die erdrückende Dunkelheit des engen Raums, in dem er gefangen war. Er zwang sich zu logischen Überlegungen, Mathematik, Musik, irgendetwas. Doch seine Gedanken fanden keine Ruhe.

Ich kann mich nicht bewegen! Ich kann nicht atmen!

Sein eingequetschter Ärmel war glücklicherweise freigekommen,, als der Sarkophag gänzlich heruntergefallen war, und er konnte jetzt beide Arme bewegen. Trotzdem war es ihm selbst unter Einsatz aller Kräfte nicht gelungen, den steinernen Sarkophag auch nur einen Millimeter anzuheben. Er wünschte beinahe, sein Jackenärmel wäre noch unter dem Stein – wenigstens hätte ich dann einen Spalt, durch ich atmen könnte.