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Sergio Bambaren - „Der träumende Delphin“

ISBN: 978-3-492-22941-8

Klappentext:

Manche Dinge kann man nur mit dem Herzen sehen.

Was du tust, ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst – und dass du an deine Träume glaubst. Dies ist die Botschaft, die wir von dem träumenden Delphin lernen können. Wie einst „Die Möwe Jonathan“ hat dieses Buch unzählige Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt begeistert.

Inhalt:

Daniel Delphin hat einen Traum. - Er möchte auf der perfekten Welle reiten und so hinter den Sinn seines Lebens kommen. Von seinem Schwarm wird er deswegen verlacht. Doch Daniel glaubt an seinen Traum und macht sich eines Tages wirklich auf die Reise, sich seinen Traum endlich zu erfüllen.

Auf seinem Weg lernt er andere Meeresbewohner kennen, er unterhält sich mit dem Meer selber und erweitert seinen Horizont mit dem, was er auf der Reise lernt, sieht und erzählt bekommt.

Eines Tages findet er in einer Bucht die perfekte Welle, er reitet auf ihr, er hat Spaß am Leben und kann sich richtig austoben. Doch auch der Sinn seines Lebens offenbart sich ihm und er macht sich wieder auf den Heimweg zu seinem Schwarm, wo er SEIN Leben innerhalb seines Schwarmes lebt.

Leseprobe:

… Am nächsten Morgen gönnte sich Daniel eine Pause. Er war die ganze Nacht geschwommen, weil er sich so weit wie möglich von der schwarzen Silhouette, die alles Leben aus dem Meer sog, entfernten wollte.

Als er gerade seine Reise fortsetzen wollte, bemerkte er einen sonderbaren Fisch, der seinen Kopf aus dem Wasser heraus und der Sonne entgegen streckte.

„Wer bist du?“, fragte Daniel.

„Man nennt mich den Sonnenfisch“, erwiderte der Fisch.

„Was für ein lustiger Name“, dachte Daniel. „Was tust du, Sonnenfisch?“

„Nachts schlafe ich, und am Tage folge ich der Sonne. Seit ich lebe, versuche ich Tag für Tag, sie zu berühren, bisher leider ohne Erfolg. Aber ich weiß, dass ich es eines Tages schaffen werde.“

„Ist das dein Traum?“ fragte Daniel.

„Ja“, sagte der Sonnenfisch. „Ich habe immer davon geträumt zu erfahren, wie warm die Sonne wohl ist, wenn sie die ganze Welt am Leben erhält.“

„Ich glaube nicht, dass es dir jemals gelingen wird, die Sonne zu berühren“, sagte Daniel. „Du bist dazu geboren, im Meer zu leben, und wenn du es verlässt, wirst du bestimmt sterben.“

„Jeden Morgen geht die sonne am Horizont auf, ganz gleich, was ich tue“, sagte der Sonnenfisch. „Ich spüre ihre Wärme, und diese Wärme erinnert mich an meinen Traum. Was würdest du denn in meiner Lage tun? Würdest du aus Angst vor dem Tod deinen Traum aufgeben, oder würdest du weiter versuchen, die Sonne zu berühren?“

Daniel konnte dieses wunderschöne Geschöpf einfach nicht anlügen. „Ich würde weiter versuchen, die Sonne zu berühren“, sagte er.

„Dann werde ich sterben, während ich versuche, meinen Traum zu verwirklichen“, erwiderte der Sonnenfisch. „Das ist immer noch besser als zu sterben, ohne es überhaupt versucht zuhaben.“ Er starrte Daniel an. „Hast du auch einen Traum?“

„Ja, die perfekte Welle zu finden, die mir zeigen wird, worin der Sinn meines Lebens liegt, wenn ich auf ihr reite“, sagte Daniel, und in seinen Augen glomm ein sonderbares Licht. ...