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P. C. Cast & Kristine Cast - „Gezeichnet“

House of Night Band 1

ISBN: 3-596-86003-2

Klappentext:

Als auf der Stirn der 16jährigen Zoey Redbird eine saphirblaue Mondsichel aufscheint, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins House of Night, das Internat für Vampyre, zu kommen. Denn jetzt ist sie gezeichnet. Im House of Night soll sie zu einem richtigen Vampyr ausgebildet werden vorausgesetzt, dass sie die Wandlung überlebt. Zoey ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen, so ganz ohne ihre Freunde das einzig Gute ist, dass ihr unerträglicher Stiefvater sie dort nicht mehr nerven kann.

Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im House of Night mit besonderen Fähigkeiten...

House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 41 Ländern. Die Verfilmung von House of Night ist bereits in Vorbereitung - und jetzt erscheint der erste Band der neuen Bestseller-Serie endlich auch auf Deutsch.

Inhalt:

Zoey Redbird ist ein ganz normaler Teenager. Sie hasst ihren „Stiefpenner“ und bedauert, dass ihre Mutter diese Ehe eingegangen ist. Doch sie kämpft sich durchs Leben. Bis zu dem Tag, als ein Später an ihrem Schulschließfach auf sie wartet und sie zeichnet. - Jetzt muss sie so schnell wie möglich ins House of Night, um qualvoll zu sterben. Doch bei ihrer Mutter stößt sie nur auf Unverständnis. Einzig ihre Großmutter hilft hier.

Doch im House of Night wird ihr schnell klar, dass sie anders ist als die anderen. Etwas Besonderes, wie auch ihre Mentorin sagt. - Doch Zoey will doch nur irgendwie dazu gehören.

Zusammen mit ihren Freunden nimmt sie trotz allem die Aufgabe an, von der sie glaubt, dass die Göttin Nys sie ihr persönlich gestellt hat. - Es kommt zum Zickenkrieg, dem üblichen Schulterror und das alles gemixt mit etwas Vampyrismus gemixt.

SPANNUNG!!!!

Leseprobe:

... Etwa auf dem halben Wege zum Nystempel merkte ich, dass Stevie Rae ungewöhnlich still war. Ich schielte zu ihr rüber. War sie etwa auch bleich? Mir wurde etwas unheimlich zumute.

"Stevie Ra, alles in Ordnung?"

"Na ja, es ist`n bisschen traurig und beängstigend."

"Was? Das Vollmondritual?" Ich fing an, Magenschmerzen zu kriegen.

"Nein, das ist echt schön – oder wenigstens dieses hier ist schön." Ich wusste, sie meinte das im Vergleich zum Ritual der Töchter der Dunkelheit, aber darüber wollte ich nicht reden. Und nach Stevie Raes nächsten Worten kam mir die ganze Geschichte mit den Töchtern der Dunkelheit plötzlich sowieso wie ein lächerliches kleines Problemchen vor. "Letzte Stunde ist ein Mädchen gestorben."

"Was? Wie?"

"So wie alle anderen auch, die die Wandlung nicht schaffen. Ihr Körper hat einfach..."

Stevie Rae überlief ein kalter Schauder. "Es war fast am Schluss von Taekwondo. Sie hatte beim Aufwärmen gehustet, als ob sie nicht genug Luft kriegte. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Oder vielleicht doch, aber ich hab`s verdrängt." Sie lächelte mich traurig an und sah aus, als ob sie sich schämte.

"Kann man so jemanden denn dann noch retten? Ich meine, sobald man mrekt, dass... irgendwie...?" Ich endete mit einer vagen, unbehaglichen Geste.

"Nee. Wenn dein Körper sich gegen die Wandlung wehrt, gibt`s für dich keine Rettung mehr."

"Dann musste du aber kein schlechtes Gewissen wegen des Mädchens haben. Du hättest ja gar nichts machen können."

"Ich weiß. Es war nur... es war so schrecklich. Und Elizabeth war so nett."

Die Worte trafen mich wie ein Schlag in die Magengrube. "Du meinst doch nicht etwa Elizabeth Kein-Nachnahme?"

Stevie Rae nickte und kniff ein paarmal die Augen zu, um die Tränen zurückzuhalten.

"O Gott", sagte ich. Meine Stimme war fast weg, es kam kaum noch ein Flüstern. Ich erinnerte mich, wie rücksichtsvoll sie auf mein Mal eingegangen war und dass ihr aufgefallen war, dass Erik mich angesehen hatte. "Aber sie war gerade noch mit mir in Schauspiel, und da ging`s ihr blendend!"

"Das ist immer so. Im einen Moment sind sie noch total munter, und im nächsten..." Sie erschauerte noch einmal.

"Und in der Schule geht alles ganz normal weiter? Obwohl gerade jemand gestorben ist?" Ich musste ans letzte Jahr denken, als ein paar Zehntklässler aus der SIHS am Wochenende einen Autounfall gehabt hatten und zwei von ihnen starben. Am Montag waren extra psychologische Berater in die Schule gekommen, und die ganze nächste Woche hatten keine Sportwettkämpfe stattgefunden.

"Ja, alles geht einfach weiter. Wir sollen uns daran gewöhnen, dass es jeden treffen kann. Du wirst`s gleich mitkriegen. Alle werden so tun, als sei nichts passiert, vor allem die Älteren. Man wird`s höchstens anmerken und den Leuten, die eng mit Elizabeth befreundet waren, so wie ihre Zimmerkameradin. Von uns, das heißt der Untersekunda, wird erwartet, dass wir uns schnell wieder einkriegen. Elizabeth` Freunde werden sich vielleicht`n paar Tage zurückziehen, aber dann sollen sie bitte auch wieder mitmachen." Sie senkte die Stimme. "Weißt du was, ich glaub, für die Vampyre sind wir noch gar nicht wirklich da. Erst wenn wir uns tatsächlich gewandelt haben."

Darüber musste ich nachdenken. Ich fand nicht, dass Neferet mich behandelt hatte wie etwas Flüchtiges. Sie hatte sogar gesagt, es sein ein gutes Zueichen, dass mein Mal schon eingefärbt war (nicht das ich so viel Vertrauen in meine Zukunft hatte wie sie offensichtlich). Abe rich würde jetzt auf keinen Fall irgendwas sagen, da sso klang, als kriegte ich eine Sonderbehandlung. Ich wollte nicht >die komische< sein. Ich wollte einfach nur mit Stevie Rae befreundet sein und mich in meine neue Clique einfügen. "Furchtbar", sagte ich deshalb nur.

"Ja, aber wenn`s passiert, geht`s wenigstens schnell."

Ein Teil von mir hätte gern mehr darüber gewusst, wie genau es passierte, aber ein anderer Teil konnte sich nicht überwinden, nach etwas zu fragen, das mir eigentlich totale Panik machte. Zum Glück unterbrach uns Shaunee, bevor ich genug Mut gesammelt hatte, es doch zu tun.

"Wo bleibt ihr denn so lange?", rief sie uns von der Vortreppe des Tempels aus zu. "Erin und Damien sind schon drin und halten uns einen Platz im Kreis frei, aber ihr wisst doch, sobald das Ritual anfängt, lassen sie keinen mehr rein. Los, macht schon!"

Wir spurteten die Treppe rauf und hinter Shaunee her in den Nyxtempel. Schon in dem gotisch gewölbten Vorraum umströmte mich das süße, wabernde Aroma von Weihrauch. Unwillkürlich verlangsamte ich meinen Schritt.

Stevie Rae und Shaunee drehten sich zu mir um. "Keine Angst, da passiert nichts Schlimmes" Als Stevie Rae meinen Blick auffing, fügte sie hinzu: "Zumindest nicht hier." ...