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Robert Asprin - „Die Chaoskomanie

ISBN: 3-404-23114-7

Klappentext:

Wer sagt, daß Verlierer nicht auch mal gewinnen können? Die aberwitzige Chaos-Kompanie mischt das verrufenste Casino im All auf. Lachen frei Haus!

Inhalt:

Leutnant Narrisch hat ein Problem wegen eines Fehlers im Dienst muss er sich nun vor dem Militärgericht verantworten. Doch hier kommt ihm zugute, dass er der Erbe der Rüstungsfabriken ist, welche die Armee ausrüstet.

Seine Bestrafung wird als Beförderung getarnt, doch Narrisch, der nun Hauptmann Joker heißt, macht das Beste aus seiner Situation.

Sicher ist die Truppe, welche er nun befehligt, alles andere als gut, aber seine finanziellen Mittel ermöglichen es ihm, die Kaserne und auch die Truppe komplett umzukrempeln.

Eine Story, von und mit dem Militär, wie man sie sich vorstellt, wenn die Menschheit längst Gesellschaft von anderen Planeten bekommen hat.

Leseprobe:

… Die Geschicklichkeit des Sinthianers auf dem Glidebord war so groß, daß er sich, anstatt vom Rückstoß der Schrotflinte von dem Gerät geschleudert zu werden, wild herumdrehte wie ein Kreisel... Jeder, der nicht kürzlich Gelegenheit gehabt hatte, sich Newtons drittes Gesetzt ins Gedächtnis zu rufen, wurde nun bildhaft daran erinnert, daß es für jede Kraft eine gleiche und entgegengesetzt wirkende Gegenkraft gibt. Gebildet oder nicht, gute Schützen oder nicht, am Überlebensinstinkt der Legionäre gab es nichts auszusetzen, und in der Zeit, die man zu einem Augenzwinkern braucht, lag jeder der Anwesenden zusammengekauert hinter einer Deckung oder flach auf dem Boden, einschließlich der Beobachter auf den Tribünen.

Zum Glück feuerte Spartakus nur Einzelladungen ab, während er die Schrotflinte testete, daher war das Chaos eher komisch als gefährlich. Hätte er die gürtelgespeiste Selbstlader-Option benutzt, wären die Ergebnisse vielleicht nicht so amüsant gewesen.

„Mir scheint“, sagte der Chief Goetz schleppend, während er den Kopf hob und Narrisch ansah, „der Rückstoß bei dieser Waffe ist ein bißchen stark für diesen Burschen – jedenfalls solange er auf dem Brett da steht.“

„Derselbe Gedanke kam mir auch gerade“, sagte der Kommandant, der über den Tribünensitz spähte, hinter dem er lag. „Das ist ein echtes Problem. Die Augenstiele der Sinthianer machen es ihnen unmöglich, eine Waffe mit hinreichender Genauigkeit zu benutzen, um so etwas wie Treffsicherheit zu erzielen. Deswegen probieren wir es bei ihnen ja mit Schrotflinten. Ich würde `zum Teufel damit´ sagen und vollautomatische Waffen an sie auszugeben, aber ich fürchte, das würde das Rückstoßproblem nur verschlimmern.“

„Sie brauchen etwas, das nicht so viel Kick hat.“ Goetz runzelte die Stirn. „Haben Sie mal daran gedacht, es mit Farbgewehren bei ihnen zu probieren?“

„Farbgewehre?“

„Druckluftgewehre, die kleine Farbkügelchen verschießen. Ein paar der Jungs in der Abteilung benutzen sie in einem Wochenend-Kriegsspiel-Club, dem sie angehören.“

„Ach, diese Dinger.“ Narrisch schüttelte den Kopf. „Ich dachte immer, das wären eher Spielzeuge als Waffen.“

Manche dieser `Spielzeuge´sind vollautomatisch und haben eine Mündungsgeschwindigkeit von über einhundert Metern pro Sekunde“, belehrte ihn der Chief.

„Tatsächlich“ Der Kommandant hob überrascht die Augenbrauen. „Das wußte ich nicht. Trotzdem bn ich mir nicht sicher, wozu es gut sein soll, jemanden im Gefecht mit einem Farbkügelchen zu treffen, egal wie schnell es fliegt.“

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„Nun“ - Goetz grinste wölfisch, während er sich behutsam wieder zurück auf seinen Tribünensitz manövrierte -

„ich wäre vielleicht in der Lage, eine Bezugsquelle für ein paar HE-Farbkügelchen-Ladungen ausfindig zu machen.“

„Hochexplosiv?“ Jetzt war Narrisch ausgesprochen interessiert. „Sind die denn legal?“

„Es mag Sie überraschen, Herr Narrisch, aber manchmal hat die Polizei Kenntnis von Gütern, die zwar verfügbar sind, aber nicht so ganz dem Buchstaben des Gesetzes enstprechen.“

„Aha. Und was wird mich diese Information kosten?“

„Betrachten Sie es als Gefälligkeit“, sagte der Chief.

„Natürlich wäre es nett, wenn Sie mir im Gegenzug einen kleinen Gefallen täten – wie, sagen wir, Ihren Koch vielleicht der Abteilung für unser jährliches Bankett auszuleihen, das nächsten Monat ansteht?“

„Ich denke, das können wir unter Verbesserungen der Beziehungen der Kolonie abbuchen“. Der Kommandant grinste. „In der Zwischenzeit möchte ich herausfinden, ob es nicht irgendeine Möglichkeit gibt, wie wir diese völlig legalen Schrotflinten dazu birngen können, in unserem Sinne zu funktionieren.“ ...