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Dan Brown - „Das verlorene Symbol“

ISBN: 978-3-404-16000-6

Klappentext:

Als Robert Langdon von seinem ehemaligen Mentor Peter Solomon gebeten wird, kurzfristig einen Vortrag im Kapitol zu halten, reist er umgehend nach Washington. Was den Professor aus Harvard dort erwartet, ist jedoch nicht ein gespanntes Publikum, das seinen Ausführungen zur Symbolik in de rArchitektur der Hauptstadt folgen möchte. Stattdessen erwartet ihn die mit rätselhaften Tätowierungen versehene, abgetrennte Hand eines Menschen. Und es erwartet ihn ein perfider Killer, der von einer geheimnisvollen Mission erfüllt ist. Der Suche nach etwas, das tief im Herzen der amerikanischen Metropole verborgen liegt -und dessen Entdeckung den Lauf der Geschichte für immer verändern würde.

Mit seiner subtilen Verknüpfung von erstaunlichen Fakten, geheimen Codes und mysteriösen Artefakten fasziniert Das Verlorene Symbol auf jeder Seite mit Überraschungen und atemberaubenden Wendungen. Und Robert Langdon muss schon bald erkennen: Nichts ist so schockierend wie das, was direkt vor unseren Augen liegt.

Inhalt:

Robert Langdon hofft auf einen ruhigen Sonntag. Doch statt dessen bekommt er eine Einladung nach Washington. Er soll eine Rede halten.

Doch ihn erwartet kein gespanntes Puplikum, sonder die abgetrennte Hand seines Freundes Peter Solomon.

Der Mensch, der für dieses Sauerei verantwortlich ist, braucht Robert sein Wissen und das geheimnisvolle Päckchen, um seine Metamorphose zum vollkommenen Wesen zu beenden. Dabei scheint er vor nichts und niemandem Skrupel zu haben.

Eine Hetzjagd durch Washington beginnt, bei dem er nicht weiß, wer Freund oder Feind ist. Doch der rätselhafte und geheimnisumwitterte Orden der Templer hat mehr Mitglieder, als es sich Robert je hat träumen lassen.

Leseprobe:

… Das Apartment an der Upper West Site bot einen atemberaubenden Blick auf den Central Park. Andros hatte es sich ausgesucht, weil das grüne Meer ihn an die Aussicht in der Ägäis erinnerte. Er wusste, dass er froh sein sollte, noch am Leben zu sein, aber so war es nicht: Die innere Leere hatte ihn nie verlassen, und seine Gedanken drehten sich immerzu um den gescheiterten Versuch, Peter Solomons Pyramide zu stehlen.

Andros hatte lange Stunden mit Nachforschungen zur Legende der Freimaurerpyramide verbracht. Zwar gab es keine Einigkeit darüber, ob sie nun existierte oder nicht, doch alle Autoren sprachen davon, dass sie Weisheit und Macht verspräche.

Es gibt die Freimaurerpyramide, sagte sich Andros. Meine Insiderinformation ist unwiderlegbar.

Das Schicksal hatte die Pyramide in Andro`s Reichweite gebracht. Wenn er dies ignorierte, war es so, als hätte er das große Los gezogen, ohne den Gewinn abzuholen. Ich bin der einzige lebenden Nichtfreimaurer, der weiß, dass die Pyramide echt ist... und ich kenne auch die Identität des Mannes, der über sie wacht.

Monate waren vergangen, die Wunden verheilt. Andros war nicht mehr der großspurige, genusssüchtige Mann, der er in Griechenland gewesen war. Er hatte sich sehr verändert. Er machte kein Krafttraining mehr und bewunderte sich nicht mehr nackt im Spielgel. Er hatte sogar den Eindruck, als zeige sein Körper die ersten Anzeichen von Alter. Seine einst so makellose Haut wa rnun ein Flickenteppich aus Narben, was ihn umso mehr deprimierte. Nach wie vor nahm er die Schmerzmittel, die ihm durch den schmerzhaften Heilungsprozess geholfen hatten, und musste feststellen, dass er wieder mehr und mehr in jenes Leben abglitt, das ihn damals ins Gefängnis von Soganlik gebracht hatte. Aber das war ihm egal. Der Körper lechzt nach dem, wonach der Körper lechzt.

Eines Nachts war Andros in Greenwich Village, um Drogen von einem Typen zu kaufen, auf dessen Unterarm ein langer, gezackter Blitz tätowiert war. Andros fragte ihn danach, worauf der Dealer ihm erzählte, das Tattoo verdeckte eine lange Narbe, die er sich ei einem Autounfall zugezogen habe. „Jeden Tag die Narbe zu sehen hat mich immer wieder an den Unfall erinnert“, sagte der Dealer. „Darum habe ich mir ein Symbol persönlicher Macht darübertätowieren lassen. So hab ich die Herrschaft über mich selbst wieder an mich gerissen.“

In jener Nacht wankte Andors, vollgepumpt mit Drogen, in ein Tätowierstudio und zog sein Hemd aus. „Ich will diese Narben verdecken“, erklärte er. Ich will die Herrschaft über mich selbst zurück. „Die Narben verdecken?“ Der Tätowierer beäugte Andro`s Brust. „Womit?“

„Mit Tätowierungen.“

„Und was für welche?“

Andros zuckte mit den Schultern. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als die hässlichen Erinnerungen an seine Vergangenheit zu verschleiern. „Ich weiß nicht. Such du was für mich aus.“

Der Mann schüttelte den Kopf und reichte Andros ein Pamphlet über die alte und heilige Tradition des Tätowierens. „Komm wieder zurück, wenn du bereit bist.

Andros fan heraus, dass die Stadtbibliothek von New York mehrere Dutzend Bücher zum Thema Tätowiern besaß, und binnen weniger Wochen hatte er sie alle gelesen. Nachdem er dabei seine ganze Rucksäcke voller Bücher zwischen der Bibliothek und seinem Apartment hin- und herzuschleppen, wo er die Bücher verschlang, während er den Blick auf den Central Park genoss.

Die Bücher über die Tätowierkunst öffneten eine Tür zu einer fremdartigen Welt, von der Andros zuvor nicht einmal gewusst hatte, dass sie existierte – eine Welt der Symbole, das Mystizismus, der Mythologie und der magischen Künste. Je mehr er las, desto deutlicher erkannte er, wie blind er gewesen war. Er begann, seine Ideen und seltsamen träume niederzuschreiben und machte sich Skizzen. Als er in der Bibliothek nichts Neues mehr finden konnte, bezahlte er Antiquare, um ihm esoterische Texte unterschiedlicher Art und magische Schriften zu besorgen.

De Praestigiis Daemonum … das Lemegeton … die Ars Almadel … das Grimorium Verum … die Ars Notoria …  und so weiter und so fort. Er las sie alle und war immer mehr davon überzeugt, dass die Welt noch Schätze für ihn bereithielt. Es gibt Geheimnisse dort draußen, die das menschliche Verständnis übersteigen.

Dann entdeckte er die Schriften von Aleister Crowley – einem visionären Mystiker vom Anfang des 20. Jahrhunderts -, den die Kirche zum „bösesten Menschen, der je gelebt hat“ erklärt hatte. …