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Charlaine Harris - „Vampire bevorzugt“

ISBN: 3-423-21057-5

Klappentext:

Sookie Stackhouse, die gedankenlesende Kellnerin aus Louisiana, hat zwar ihr Abenteuer mit einem Vampir ohne Gedächtnis heil überstanden, aber ihr Leben ist dadurch nicht einfacher geworden. Jetzt macht ihr eine Familienangelegenheit zu schaffen: Sookies Bruder Jason verwandelt sich neuerdings bei Vollmond in einen Panther. Damit nicht genug, treibt in der Gegend ein Killer sein Unwesen, der es offenbar gezielt auf Gestaltwandler abgesehen hat.

Natürlich kann Sookie nicht einfach tatenlos zusehen und abwarten, bis es womöglich Jason trifft sie muss etwas unternehmen. Zum Glück hat sie beste Verbindungen zu Vampiren und Werwölfen ganz ohne supranatürliche Hilfe wäre dieses Problem wohl kaum zu lösen …

Inhalt:

Sookie Stackhouse, Kellnerin und Schwester ihres Bruders, kommt einfach nicht zur Ruhe. Gerade erst hat sie sich damit abgefunden, dass ihr Bruder ein Gestaltwandler ist, als ringsum auf Gestaltwandler geschossen wird. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch ihr Bruder zum Opfer wird.

Es trifft aber nicht ihren Bruder, sondern ihren Chef. Ein weiteres Opfer ist der Rudelchef des Wehrwolfrudels. Er überlebt nicht. - Ein neuer Rudelchef muss gesucht werden und Alcide, ein Freund von Sookie, zieht sie da mit rein.

Doch dann wird in Sookie ihrem Haus Feuer gelegt, was sie nur dank einer Elfe überlebt und als sie gerade wieder Mut fasst, wird auch auf sie geschossen.

Doch es handelt sich nicht um einen Täter. Und die Identität der Täter sorgt für eine große Überraschung.

Leseprobe:

… Während Andy mit der Pistole in de rHand noch über sie gebeugt dastand, lief ich an ihnen vorbei, um nachzusehen, wer uns zu Hilfe geeilt war. Ich schaltete meine Taschenlampe ein und sah einen schwer verletzten Werwolf. Sweeties Kugel hatte ihn mitten in die Brust getroffen, soweit ich das durch das dicke Fell erkennen konnte. „Du hast doch ein Handy! Ruf Hilfe!“, rief ich Andy zu. Ich presse meine Hand auf die stark blutende Wunde und hoffte, dass ich das Richtige tat. Zu meiner Bestürzung wanderte die Wunde ständig, denn der Werwolf war dabei, sich wieder in einen Menschen zu verwandeln. Als ich zurückblickte, sah ich Andy immer noch schreckensstarr wegen seiner Tat dastehen. „Beiß ihn“, sagte ich zu Dean, und Dean trottete zu dem Polizisten hinüber und zwickte ihn in die Hand. Andy schrie auf und fuhr mit erhobener Pistole herum, als wolle er den Bluthund erschießen. „Nein!“, schrie ich und sprang neben dem sterbenden Werwolf auf. „Benutz dein Handy, du Idiot. Ruf einen Krankenwagen.“

Die Pistole fuhr herum und zielte auf mich. Einen langen angespannten Moment war ich mir sicher, dass jetzt mein Leben zu Ende ging. Wir würden alle gern ausläschen, was wir nicht verstehen, was uns Angst macht, und ich machte Andy Bellefleur enorme Angst. Doch dann sank die Pistole und baumelte wieder an Andys herabhängendem Arm. Er starrte mich an, und in seinem breiten Gesicht schien langsam, aber sicher Einsicht auf. Er tastete in seiner Tasche herum und zog sein Handy hervor. Und zum Glück steckte er die Pistole ins Holster zurück, nachdem er eine Nummer eingetippt hatte.

Ich kniete mich wieder neben den Werwolf, der inzwischen ganz Mensch und nackt war, während Andy sagte: „Eine Schießerei gegenüber vom Sonic in der Magnolia Street, in der kleinen Gasse hinter den alten Geschäften Futter & Saatgut und Patsys Reinigung. Richtig. Zwei Krankenwagen, zwei Personen mit Schussverletzung. Nein, mir geht`s gut.“

Der verletzte Werwolf war Dawson. Seine Augen öffneten sich flackernd, und er versuchte Luft zu holen. Ich konnte mir die Schmerzen, die er litt, nicht mal vorstellen.

„Calvin“, begann er. „Machen Sie sich keine Sorgen. Hilfe ist schon unterwegs“, beruhigte ich den kräftigen großen Mann. Meine Taschenlampe lag neben mir auf dem Boden, und in dem schräg fallenden Lichtstrahl erkannte ich seine enormen Muskeln und seine behaarte nackte Brust. Er schien zu frieren, was nicht verwunderlich war, und ich fragte mich, wo wohl seine Kleider waren. Ich wäre schon froh gewesen, wenn ich sein T-Shirt auf die Wunde hätte drücken können, die stetig weiter blutetet. Meine Hände waren bereits völlig blutverschmiert.

„Sagte, ich soll an meinem letzten Tag auf Sie aufpassen“, sprach Dawson weiter. Er zitterte am ganzen Körper. „Kinderspiel, sagte ich.“ Er versuchte zu lächeln. Und dann sagte er nichts mehr, er hatte das Bewusstsein verloren.

Andys schwere Schuhe kamen in mein Blickfeld. Dawson würde sicher sterben, dachte ich. Und ich kannte nicht mal seinen Vornamen. Keine Ahnung, wie wir diesen nackten Mann der Polizei erklären sollten. Aber Moment mal..l war das überhaupt meine Sache? War hier nicht Andy derjenige, der einiges zu erklären hatte? Als hätte er – zur Abwechslung – mal meine Gedanken gelesen, fragte Andy: „Du kennst den Typen, richtig?“

„Entfernt.“

„Egal, du wirst behaupten mpssen, dass du ihn sehr viel besser kennst, um seine Nacktheit zu erklären.“

Ich schluckte schwer. „Okay“, sagt eich schließlich nach einer kurzen, erbitterten Pause.

„Ihr beide wart hier, weil ihr nach seinem Hund gesucht habt. Nach dem da.“ Andy wandte sich an Dean. „Ich weiß nicht, wer du bist, aber du bleibst ein Hund, hast du mich verstanden?“ Nervös trat -er ein paar Schritte zurück.

„Und ich bin hier, weil ich dieser Frau gefolgt bin – sie hat sich verdächtig verhalten.“

Ich nickte und hörte, wie Dawson rasselnd um Atem rang. Wenn ich ihm doch nru wei einem Vampir Blut geben könnte, um ihn zu heilen. Wenn ich doch nur ein Heilmitte kennen würde … Doch da hörte ich schon die Polizeisirenen und die Krankenwagen näher kommen.

Nichts in Bon Temps war allzu weit entfertn, und von dieser, der südlichen Stadtseite aus war das Krankenhaus in Grainger das nächstgelegene. „Ich habe ihr Geständnis gehört“, sagte ich. „Ich habe gehört, wie sie zugegeben hat, auf die anderen geschossen zu haben.“

„Sag mir ein, Sookie“, fügte Andy hastig hinzu. „Ehe sie hier sind. An Halleigh ist doch nichts Seltsames, oder?“...