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Sax Rohmer - „Die Mumienkäfer“

ISBN: - leider nicht gefunden – (darf mir gern zugesand werden)

Klappentext:

Vier Menschen sterben kurz nacheinander eines gewaltsamen Todes.Zwei von ihnen tragen deutliche Würgemale am Hals.Doch kein menschliches Wesen hat sie getötet.Eine dunkle Macht hat von ihnen Besitz ergriffen.

Aber die Invasion des Grauens hat erst begonnen.Schon sind andere Menschen vom Dämon des Bösen gezeichnet.Unheimliche Schattenwesen haben ihnen angekündigt,daß Ihnen ein gräßlicher Tod bevorsteht,vor dem es kein Entrinnen gibt...

Inhalt:

Es handelt sich hier um eine etwas altbackenen Horroroman.

Ein Magier, dessen Herkunft unteklärt ist, bringt durch seine Magie zunächst mal einen Schwan um. Qusie kann man das als Generalprobe sehen, denn im Anschluss ist sein Adoptivvater dran.

Nachdem Antony Ferrara die Hälfte des Vermögens geerbt hat, macht er sich auf Brautschau. Dazu muss er allerdings erst einmal den ausschalten, den seine auserkorene Braut erwählt hat. Und als dies nicht gelingt, will er nun auch die Braut umbringen.

Allerdings hat er nicht mit dem Vater seines Nebenbuhlers gerechnet. Denn der durchschaut seinen Plan und versucht alles menschenmögliche, um seinem Sohn das Leben zu retten.

Leseprobe:

…  Krokodilsmaske?“ keuchte sie. Aber im ganzen Saal war niemand mit einer Krokosmaske, Eileen“, versicherte ihr der Vater. „Das sagte ich dir doch bereits.“

Also war doch etwas Wahres an Cairns Behauptung, dachte Sime. Er gab dem Mädchen eine Beruhigungsspritze und verordnete ihr Schlaf, dann kehrte er zur Bar zurück, wo sein Freund, den Kopf auf die Arme gestützt, auf ihn wartete.

„Hast du ihn gesehen?“ empfing er ihn aufgeregt.

„Nein, ich nicht, aber andere, du kannst also beruhigt sein. Trotzdem würde ich dir empfehlen, jetzt ins Bett zu gehen. Der Kamsin scheint dir nicht zu bekommen, du siehst so fiebrig aus.“

Er begleitete ihn die Treppe hoch und winkte Cairn noch einmal zu, der ihm von der Brüstung nachsah.

Robert fühlte sich hundeelend. Die heiße Luft war schwer zu atmen, sie schien in Wellen von unten nach oben zu branden, und trotz der Hitze fröstelte es ihn. Während er noch lethargisch hinabblickte, entdeckte er plötzlich im Foyer neben einer hohen Topfpalme den Mann in der Seth-Maske, der zu ihm heraufstarrte. Mit einem mal verflog seine Schwäche und machte einem unbeschreiblichem Zorn Platz. Ohne lange zu überlegen, rannte er die Stufen hinunter und hinter dem Mann her, der gerade das Hotel verließ und soeben in ein wartendes Taxi stieg. Glücklicherweise stand noch ein zweites vor der Einfahrt, dessen Tür er hastig aufriß.

„Verfolgen Sie den anderen Wagen“, keuchte er und ließ sich auf den Sitz neben dem Fahrer fallen. Sie fuhren durch die halbe Stadt, durch Einbahnstraßen und Gassen, und mehrmals befürchtete Cairn schon, den anderen verloren zu haben, aber immer wieder holte sein Chauffeur auf, bis das verfolgte Auto plötzlich vor einem für den Wagen zu engen Gäßchen stehenblieb. Robert sah gerade noch, wie der als Seth Maskierte heraussprang und in der Gasse verschwand.

Er riß die Tür seines eigenen Taxis auf und rief dem Fahrer zu, auf ihn zu warten. Dann rannte er die leicht geneigte Gasse hinab hinter der Sethfigur her. Eine ungestüme Wut, für die er sich selbst keine Erklärung zu geben vermochte, hatte von ihm Besitz ergriffen. Ihn trieb nur der nicht zu unterdrückende Wunsch, die Gestalt vor ihm einzuholen und ihr die Maske vom Kopf zu reißen.

Der Verfolgte hielt vor einer eisenbeschlagenen Tür an, die sich sofort öffnete. Noch ehe sie geschlossen werden konnte, stürmte Cairn hindurch und fand sich in tiefster Dunkelheit, die den Maskierten verschlungen zu haben schien.

Mit ausgestreckten Armen tastete er sich vorwärts. Plötzlich verlor er den Boden unter den Füßen und stürzte einige Stufen hinab. Furchtbar erschrocken, aber unverletzt, erhob er sich und versuchte verzweifelt, sich in der absoluten Finsternis zu orientieren. Vergehlieh lauschte er nach auch nur dem geringsten Laut, doch nur das heftige Pochen seines Herzens unterbrach die bedrückende Stille.

Plötzlich drang unmittelbar vor ihm helles Licht aus einem vergitterten Türfenster, das soeben geöffnet worden war, und mit dem Licht erreichte ihn ein Schwall atemberaubenden Dufts, der ihm nur zu gut bekannt war. Er blickte durch das Gitter und – zuckte zurück.

Die Tür führte in einen orientalisch luxuriös ausgestatteten Raum. Auf einem Gebetsteppich stand eine entzündete Räucherschale und neben ihr der Maskierte. Ein leichtbekleidetes Mädchen, das aus Tausendundeiner Nacht stammen mochte, half ihm mit dem Krokodilkopf. Darunter, von den Räucherschwaden gespenstisch umspielt, kam das bleiche, weibisch schöne Gesicht Antony Ferraras zum Vorschein.

Die boshaft glitzernden Augen wandten sich dem Fenster zu. „Ah, mein lieber Freund“, erklang die melodische Stimme, die Cairn so verhaßt war. „Du bist mir also bis in mein geliebtes Kairo gefolgt. Genügte es dir nicht, mich aus London zu vertreiben?“ …