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Jennifer L. Armentrout - „Schattenschimmer“

Obsidian 2

ISBN: 978-3-646-92639-2

Klappentext:

Seit Daemon Katy geheilt hat, sind sie für immer miteinander verbunden. Doch heißt das, dass sie auch füreinander bestimmt sind? Auf keinen Fall, findet Katy und versucht sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, denn Daemon ist nun fest entschlossen, sie für sich zu gewinnen. Dann taucht ein neuer Mitschüler auf – und mit ihm eine dunkle Gefahr. Katy weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Was geschah mit Daemons Bruder? Welche Rolle spielt das zwielichtige Verteidigungsministerium? Und wie lange wird sie Daemons enormer Anziehungskraft noch widerstehen können?

Inhalt:

Katy hat es nicht leicht. Durch den defekten Laptop fehlt ihr ihr Blog und durch Daemon seine Rettungsaktion leuchtet sie wie ein Weihnachtsbaum. Diese Leuchtspur muss abgebaut werden und Daemon will mit ihr joggen gehen. Katy fühlt sich aber auch so schon krank und unwohl. - Das Ergebnis ist dann extrem hohes Fieber und ein Krankenhausaufenthalt.

Doch als Katy wieder gesund ist, stellt sich ein seltsames Talent bei ihr ein. Türen öffnen sich ohne dass sie sie berührt hätte. Sie denkt an Eistee und der schenkt sich quasi selber ein... Es kommt erst raus, als sie Blake davor bewahrt, von einem dicken Ast erschlagen zu werden und Daemon es durch einen Zufall sieht. - Doch auch er hat keine Ahnung, warum Katy das plötzlich kann.

Doch auch Blake zögert eine ganze Weile bevor er Katy reinen wein über, sich selber und somit auch über sie einschenkt. Als Daemon sie von ihren schweren Verletzungen geheilt hat, hat er sie auch verändert. Blake klärt Kathy und Daemon auf und hilft Kathy dann, ihre Kräfte zu beherrschen.

Ganz nebenbei müssen sich Daemon und Katy über ihre Beziehung klar werden.

Wie sich dann aber heraus stellt, hatte Daemon mit seinem Misstrauen gegenüber Blake die ganze Zeit recht. Denn Blake interessiert nicht, ob Katy mit ihren Kräften zurecht kommt. Er will einzig und allein seine eigene Haut retten. Und das geht nur durch Verrat.

Auf Katy und Daemon kommt eine gefährliche Zeit zu, die mit einer Entführung auf ein großes Finale zusteuert.

Leseprobe:

… Daemon schnaubte. »Mehr als ein verbranntes Stück Boden werden sie nicht finden.«

»Sie wissen, dass wir Licht für uns nutzen können, um uns zu verteidigen. Das war es anscheinend nicht, was ihre Aufmerksamkeit geweckt hat.« Mr Garrison sah Daemon ernst an. »Hellhörig geworden sind sie, weil die Energie so stark war, dass das Satellitensignal gestört wurde und sie deshalb keine Fotos von dem Ereignis machen konnten. So etwas ist noch nie zuvor passiert.«

Daemon verzog keine Miene. »Tja, so umwerfend bin ich halt.«

Adam lachte leise. »Deine Kräfte sind inzwischen so stark, dass du Signale unterbrechen kannst?«

»Wenn doch nur das Signal unterbrochen worden wäre«, Mr Garrison lachte kurz bellend auf, »aber der Satellit ist dabei zerstört worden – ein Satellit, der dafür gebaut war, hochintensives Licht und Energie zu erkennen. Er hat sich auf Petersburg ausgerichtet und wurde dannzerstört.«

»Ich sagte doch, so umwerfend bin ich halt.« Daemon lächelte selbstzufrieden, während ich innerlich immer unruhiger wurde.

»Wow«, murmelte Andrew und ich sah Respekt in seinen Augen. »Das ist ziemlich umwerfend.«

»So umwerfend das auch ist, das VM ist leider misstrauisch geworden. Die Älteren glauben, dass sie jetzt eine Weile hierbleiben werden, um die Lage zu sondieren. Dass sie schon längst hier sind.« Er blickte auf die Armbanduhr. »Deshalb ist es unerlässlich, dass ihr alle besonders auf euer Verhalten achtet.«

»Was sagen die anderen Lux dazu?«, fragte Dee.

»Zurzeit sind sie noch nicht allzu beunruhigt. Und dafür gibt es auch keinen Grund«, antwortete Matthew.

»Weil es Daemon war, der diese riesige Menge an Energie ausgelöst hat und nicht sie«, meldete sich Ash zu Wort und sog im nächsten Moment erschrocken Luft ein. »Vermutet das VM jetzt, dass wir noch mehr Fähigkeiten haben?«

»Auf jeden Fall werden sie wohl herausfinden wollen, wie es ihm möglich war, so etwas zu tun.« Matthew musterte Daemon. »Die Älteren haben ihnen erzählt, es wäre ein Kampf zwischen zwei Lux gewesen. Dein Name ist nicht gefallen, Daemon, aber sie wissen ohnehin schon, dass du stark bist. Du solltest demnächst mit einem Besuch von ihnen rechnen.«

Er zuckte mit den Schultern, aber ich bekam es mit der Angst zu tun. Es war nicht Daemon gewesen, der Baruck erledigt hatte. Wie sollte er also erklären, was geschehen war? Und würden die Leute vom VM merken, dass die Lux zu viel mehr in der Lage waren, als sie es je für möglich gehalten hätten, ja, eigentlich zu fast allem?

Wenn es so war, befanden sich meine Freunde – und Daemon – in Gefahr.

»Katy, es ist sehr wichtig, dass du vorsichtig bist, wenn du mit den Blacks zusammen bist«, fuhr Mr Garrison fort. »Wir wollen nicht, dass das VM glaubt, du wüsstest mehr, als du solltest.«

»Das willst du zumindest nicht«, murmelte Andrew.

Ich warf ihm einen bösen Blick zu, doch Daemon konterte, bevor ich die Chance dazu hatte. »Andrew, ich hau –«

»Was denn?«, rief Andrew. »Ist doch wahr. Ich muss sie nicht mögen, nur weil du so in sie vernarrt bist. Niemand –«

Blitzartig hatte Daemon den Raum durchquert. Vollkommen in rötlich weißes Licht gehüllt ging er auf Andrew los und rammte ihn mit solch einer Wucht gegen die Wand, dass die danebenhängenden Bilder bebten.

»Daemon!«, kreischte ich und sprang auf. Auch Mr Garrison rief etwas.

Ash war ebenfalls auf den Füßen. »Was soll das?«

Dee hingegen griff nach dem Popcorn und setzte sich seufzend zurück. »Das schon wieder. Willst du noch?«, bot sie Adam abermals davon an.

Er nahm eine Handvoll. »Ganz ehrlich, Andrew hat einen Tritt in den Hintern verdient. Dass das VM hier ist, ist nicht Katys Schuld. Sie hat genauso viel zu verlieren wie wir.«

Adams Schwester wirbelte herum und fauchte ihn an. »Bist du jetzt auf ihrer Seite? Obwohl sie ein Mensch ist?«

»Das hat nichts mit Seiten zu tun«, sagte ich, ohne die Jungs aus den Augen zu lassen.

Beide waren ganz zu Lux geworden. Genau wie Matthew. Als intensives bläuliches Licht mit den Umrissen eines Mannes griff er nach Daemon und versuchte ihn gewaltsam von Andrew zu trennen.

Ash funkelte mich zornig an. »Das alles wäre nicht passiert, wenn du hier nicht aufgetaucht wärst. Dann hättest du dir nie die erste Lichtspur eingehandelt. Die Arum hätten dich nicht gesehen und diese ganze verdammte Kettenreaktion wäre nie ausgelöst worden!«

»Ach, hör doch auf, Ash.« Dee warf mit einer Handvoll Popcorn nach ihr. »Also wirklich. Katy hat ihr Leben riskiert, um zu verhindern, dass der Arum herausfindet, wo wir leben.«

»Das ist ja alles schön und gut«, zischte Ash zurück. »Aber Daemon hätte dem Arum gegenüber nicht einen auf Rambo gemacht, wenn seine ach-so-wunderbare menschliche Freundin sich nicht alle fünf Sekunden irgendeiner Gefahr ausgesetzt hätte. Es ist ihre Schuld.«

»Ich bin nicht seine ach-so-wunderbare Freundin!« Ich holte tief Luft. »Ich bin nur … mit ihm befreundet. Und so etwas tut man unter Freunden. Man beschützt sich gegenseitig.«

Ash verdrehte die Augen.

Ich setzte mich. »Bei Menschen ist es jedenfalls so.«

»Bei den Lux auch«, mischte sich Adam ein und sah seine Schwester mahnend an. »Einige vergessen es nur leider.«

Genervt fuhr sie herum und machte sich auf den Weg zur Tür. »Ich warte draußen.«

Ich sah ihr nach und fragte mich, ob es ihr wohl gelingen würde, mir an allem die Schuld zu geben, selbst an ihrer hässlichen lilafarbenen Strumpfhose. Doch in gewisser Hinsicht war ich tatsächlich schuld an der Situation. Eswar mein irrer Energieausstoß gewesen, der das VM hierhergelockt hatte. In mir zog sich alles zusammen.

Schließlich gelang es Mr Garrison, die Jungs zu trennen. Andrew flackerte kurz und war im nächsten Moment wieder ein Mensch. Die Augen zu Schlitzen verengt hielt er den Blick auf Daemon gerichtet. »Mann, das war einfach falsch. Schlag mich zusammen, wenn du willst, aber mit ihr werde ich mich nicht abfinden.«

»Andrew«, warnte Mr Garrison. …