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Thomas A. Barron - „Sieben Sterne und die dunkle Prophezeiung“

Der Zauber von Avalon 1

ISBN: 9-783-423-70965-1

 

Klappentext:

Aus dem Samen, den Merlin einst in die Erde des untergehenden Fincayras setzte, wuchs ein mächtiger Baum und mit ihm eine neue Welt: das magische Avalon. In seinen sieben ausgedehnten Wurzelreichen leben die verschiedensten Geschöpfe in Frieden und Harmonie. Gäbe es da nicht die düstere Prophezeiung der Herrin vom See, nach der in einem sternenlosen Jahr ein Kind geboren werde, von dem 17 Jahre später große Gefahr für das ganze Reich ausgehe. Als sich die Anzeichen mehren, dass sich die Vorhersage erfüllen wird, machen sich drei ungewöhnliche Jugendliche auf die Suche nach dem Ursprung des Unglücks: die freiheitsliebende Elli, eine ehemalige Sklavin und nun angehende Priesterin, Tamwyn, ein heimatloser Waldläufer und Sohn eines Feuerwesens, sowie sein Ziehbruder Scree, der ein sonderbares Geheimnis mit sich zu tragen scheint. Avalons Zukunft liegt in ihren Händen - denn sie ahnen, dass einer von ihnen »das Kind der dunklen Prophezeiung« ist, ein anderer »der wahre Erbe Merlins« und damit Avalons einziger Hoffnungsträger …

 

Inhalt:

Die Geschichte dreht sich um zwei Jungen. Der eine, ein Adlermensch, hat seine Mutter verloren und wurde von der Mutter, ein Mitglied der Feuermenschen, aufgenommen. Beide Kinder wurdne im Jahr der dunklen Prophezeiung geboren und müssen das verbergen, da sonst ihr Leben nicht sicher ist.

Inzwischen ist der eine Bruder spurlos verschwunden und der andere hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser. So lang, bis er seine Arbeit verliert und wieder auf Reisen geht. Dort trifft er auf eine Priesterin mit Begleitung und fortan bilden sie eine Reisegesellschaft. Doch diejenige, die sich für etwas Besonderes, ja den Hauptteil der Gruppe hält, wird ab ihrem Ziel von der Person ignoriert, von der sie Hilfe erwartet hat.

Der Führer durch die Wildnis, die Elevin und der Hoola setzen die Reise fort und haben endlich eine klare Mission. Den verlorenen Bruder finden, den bösen Zauber besiegen und Avalon retten!

 

Leseprobe:

… Tamwyn wandte sich dem kleinen pelzigen Geschöpf zu, das in einen ledrigen Flügel gewickelt auf dem Gras lag. Was für eine Art Tier war Flederwisch? Teils Fledermaus, teils etwas anderes . . . mit diesen glühenden grünen Augen, so strahlend wie Funken? Nun, was er auch sein mochte, er lag jedenfalls in tiefem Schlaf.

Tamwyn schob die Kohlen zu einem Häufchen unter dem Topf zusammen. Sie würden den Eintopf noch gut zwanzig Minuten lang wärmen – das war alles, was das Gericht brauchte.

Und auch alles, was Tamwyn brauchte für etwas, wovon er immer einen klaren Kopf bekam, wenn er besorgt war. Den ganzen Tag lang hatte er sich das gewünscht, sogar bevor er den Zauberstab gesehen hatte. Nein – die ganze Woche.

Laufen.

Nur laufen.

Er spähte den Hang hinunter und winkte Fairlyn zu, deren Zweige sich um die einer alten Buche schlangen. »Würde es dir etwas ausmachen, eine Weile zu rühren?«

Fairlyn betrachtete ihn ernst, das Licht der Abendsterne spiegelte sich in ihren Augen. Obwohl sie seit dem Ereignis mit den Würmern eine bessere Meinung von Tamwyn hatte, behandelte sie immer noch alle außer Llynia mit einer gewissen Zurückhaltung. Nach kurzem Zögern zog sie ihre Zweige von der Buche zurück und beugte ihren Stamm in einem Nicken.

Tamwyn lächelte. Während Fairlyn den Hügel hinaufstieg, ging er hinunter. Unten am Hang sprang er über einen umgefallenen Stamm und lief durch ein langes, mit Steinen übersätes Tal. Seine nackten Füße schlugen zunächst dumpf auf den Boden, dann traten sie leiser auf, während er schneller wurde. Kühle Nachtluft blies ihm ins Gesicht und wehte ihm das Haar hinter die Schultern. Er sprang durch ein hohes Grasstück, so trocken wie Stroh, aber aromatisch wie Gerste, dessen Halme gegen seine Leggings schwirrten. Dann hüpfte er über eine dicht geknüpfte Spinnwebe, die im Sternenlicht glitzerte.

Tamwyns Beine bewegten sich schneller, während er einen steilen Hang hinauflief. Er spürte, wie bei jedem Schritt das Herz pumpte, der Atem anschwoll. Als er die Höhe erreichte, lief er ein wenig langsamer und sah, dass er das gleiche Tempo hatte wie ein flaumiger weißer Samen im Wind. Mit einer Bö wurde der Wind schneller; Tamwyn ebenfalls. Alle drei – der Samen, der Mann und der Wind – stürmten voran. Sie flogen dahin wie ein Geschöpf und glitten mühelos übers Land.

Jetzt gehörte er dem Wind.

Tamwyn lief noch schneller. Er sprang über einen erhöhten Dachsbau und machte einen Schwenk, um einer Schneehuhnfamilie beim Abendspaziergang auszuweichen. Während er über einen Findling setzte, dachte er an die Geschichten, die Barden über Hirschmenschen erzählten – einen Clan im versunkenen Fincayra, dessen Angehörige sich in Hirsche verwandeln konnten, wann immer sie wollten.

Erstaunlich! Welch ein Nervenkitzel . . . In einem Moment schlenderten sie als Männer und Frauen dahin – und im nächsten sprangen sie als Hirsche und Hirschkühe davon. Nach den Erzählungen war Merlins einzige große Liebe, Hallia, selbst eine Hirschfrau. Und obwohl ihr Kind, der berühmte Forscher Krystallus, sich nicht in einen Hirsch verwandeln konnte, hofften die Barden immer, dass ein späterer Nachfahre das magische Blut in sich tragen könne.

Ich hoffe es, dachte Tamwyn, während er einem trockenen Bachbett folgte. Ich hoffe es sehr! Dann würden die Hirschmenschen aus Merlins alter Welt wieder existieren – genau hier in Avalon.

Er schob nachdenklich die Lippen vor und sprang auf die andere Seite des Bachbetts, um den Duft eines Wacholderbuschs zu riechen, dessen knorrige Äste mit winzigen blauen Beeren besetzt waren. Aber das kann nur wahr sein, wenn Krystallus ein Kind gehabt hat. Und obwohl er von seiner Mutter, von Dorfbewohnern und von wandernden Barden viele Geschichten über den furchtlosen Forschungsreisenden gehört hatte – Geschichten, die berichteten, wie Krystallus als erster Mensch die Pforten zu allen sieben Reichen fand, wie er der Einzige war, der die große Kernholzhalle erreichte und lebend zurückkehrte, der erste Mann, der es wagte, die Flamelons nach dem Krieg der Stürme zu besuchen –, war in keiner dieser Geschichten davon die Rede, dass Krystallus ein Kind zeugte.

Ein magerer kleiner Vogel schoss aus dem Himmel und verfehlte nur knapp Tamwyns Nase. Tamwyn duckte sich zur Seite und trat beinah in das Loch eines Murmeltiers. Dann blieb er stehen und wandte sich dem Vogel zu, der sich umgedreht hatte und wieder auf ihn zuflog.

Was machst du denn, du dummer Vogel? Gerade als er die Arme hob, um sein Gesicht zu schützen, sah er flüchtig leuchtende grüne Augen und fledermausähnliche Flügel – und erkannte, dass es gar kein Vogel war.

»Flederwisch! Du hättest mich warnen können!«

Das fliegende Geschöpf drehte scharf ab und landete auf Tamwyns Unterarm, sein pelziger Bauch hob und senkte sich erschöpft. »Ich kokomme, um Mannemann zu warnen. Oh jajaja. Große Warnung, schrereckliche Gefahr!«

Tamwyn, der genauso schwer keuchte, heftete den Blick auf Flederwischs unheimliche grüne Pupillen. »Welche Gefahr?«

»Nicht für dich, Mannemann. Für andere, jajaja.« Er hob die Flügel und bedeckte damit sein kleines Gesicht und die trichterförmigen Ohren. »Uuii uuii . . . es ist schlimm, schrerecklich schlimm.«

»Was?« Tamwyn hob den Unterarm, so dass seine Nase fast die des schwatzenden Geschöpfs berührte. »Sag mir, wer in Gefahr ist. Und wovor.«

»Alle jajaja!«, kreischte Flederwisch. »Vorm Drarachen!«

Mehr brauchte Tamwyn nicht zu hören. Ein Drache bei ihrem Lager? Er steckte Flederwisch in die Tasche seiner Tunika, drehte sich um und fing an zu rennen – diesmal noch schneller als zuvor. Schneller als er nach seiner Erinnerung je im Leben gerannt war. Schneller als der Wind.

Seine Beine waren nur noch verschwommen zu sehen, als er durch das Tal zurückraste. Er flitzte an Steinen, Büschen und Gräben vorbei und sprang über alles, was ihm im Weg war. Er hörte nur noch die Luft in seinen Ohren rauschen . . . und zunehmend laute Schreie aus dem Lager.

Er stürzte den letzten Hang hinunter. Gerade als er den kleinen Teich am Fuß des Hügels erreichte, blieb er jäh stehen. Da, über den Hügel ausgebreitet, war ein Drache.

In diesem Moment bewegte der Drache seinen mächtigen Körper. Während er sich vom geleerten Eintopfbehälter abwandte, den er mit der langen grünen Zunge ausgeschleckt hatte, konnte Tamwyn sehen, dass der riesige Kopf – dreimal so groß wie der eines Pferds – völlig mit gelben und blauen Schuppen bedeckt war bis auf eine scharlachrote Beule zwischen den Augen. Die Beule, wusste Tamwyn, bedeutete, dass dieser Drache noch jung war. Aber deshalb war er nicht klein: Jedes seiner Augen, heller als brennende Kohlen, war so groß wie Tamwyns eigener Kopf. Hunderte von messerscharfen Zähnen glitzerten in dem offenen Maul. Der gewaltige Reptilkörper reichte bis zum Fuß des Hügels, die stachlige Schwanzspitze zerquetschte die Äste der Buche, unter der Elli noch vor kurzem gesessen hatte.

Auf dem Drachenrücken lagen zwei ungeheure knochige Flügel. Dicke blaue Venen durchzogen sie wie angeschwollene Flüsse. Auseinander gefaltet hätten die Flügel den ganzen Hügel bedeckt. Aber selbst zusammengelegt waren sie so groß wie die Segel, die von den Wasserelfen von Caer Serella gefertigt wurden, deren legendäre Schiffe alle Meere von Wasserwurzel überquert hatten. Tamwyn schluckte beim Gedanken an den Unterschied zwischen diesen riesigen, lederartigen Flügeln und den zarten, die den kleinen Flederwisch trugen.

Der Drache schien Tamwyn gar nicht zu bemerken. Und ebenso wenig beachtete er Elli und Nuic, die mit Stöcken auf seinen Schwanz schlugen, um ihn aus dem Lager zu jagen. Auch Henni störte ihn offenbar nicht, der auf die Buche geklettert war und fröhlich versuchte sich auf den stachligen Schwanz zu setzen, weil er getragen werden wollte.

Als der Drache sich nun ein wenig drehte, erblickte er stattdessen Llynia, die einen Steinblock oben auf dem Hügel erklettert hatte. Sie rief dem Ungeheuer wütend Befehle zu, während sie die Fäuste schüttelte und mit den Füßen aufstampfte. Unbeeindruckt streckte der junge Drache seinen schuppenbedeckten Hals nach der Priesterin aus.

Fairlyn sprang dazwischen. Der Rüsterkobold, der nach rauchigem Drachenatem roch, stand entschlossen vor Llynia und schwenkte heftig die Äste. Obwohl der Drache glücklicherweise noch zu jung war, um Feuer zu atmen, ruckte er lediglich den massigen Kopf zur Seite und ließ dadurch Fairlyn den Hang hinuntertaumeln.

Als sich das zahnbesetzte Maul Llynia näherte, hörte sie plötzlich auf zu schreien. Entsetzen zeigte sich auf ihrem Gesicht. Selbst das grüne Kinn wurde um einige Schattierungen blasser.

Das Maul öffnete sich – nicht ganz, aber gerade weit genug, um diesem lästigen kleinen Geschöpf auf dem Felsblock den Kopf abzubeißen. Der Drache schnippte mit der Zunge über die schwarzen Lippen und die Zahnreihen. Llynia erstarrte vor Angst.

»Nein! Aufhören!«, rief Elli, ließ den Stock fallen und schlug mit den Fäusten wütend auf den gepanzerten Drachenschwanz.

Das Maul öffnete sich weiter. Und noch weiter. Hunderte spitzer Zähne glänzten, sie waren mit Fleischfasern und Schleimklumpen behängt. Das Drachenmaul fing an sich über Llynias Kopf zu schließen.

Ein hoher Klageschrei durchbohrte die Luft. Der Drache hielt plötzlich inne. Während der Schrei lauter wurde, verengten sich die wilden Augen zu Schlitzen. Dann, ganz plötzlich, zog der Drache den Hals zurück und streifte dabei Llynias Wange mit der Zunge.

Er zog die riesigen Flügel fest auf den Rücken, wandte sich dem Geräusch zu, das von irgendwo hinten im steinigen Tal kam, und brüllte als Antwort seine eigene Version eines Schreis. Zugleich grub er die enormen krummen Nägel in den Boden und stieß energisch zu. Erdbrocken und Steine flogen in die Luft. Der Drache rutschte vor, dann lief er den Hügel hinunter und ins Tal.

Mehrere Sekunden lang sagte niemand ein Wort. Fairlyn hinkte mit zwei gebrochenen Armen den Hang herauf, während Llynias Gesicht langsam wieder Farbe bekam. Elli lief überrascht und verwirrt dem Untier nach. Henni schüttelte enttäuscht den Kopf, weil ihm der Ritt auf einem Drachenschwanz entgangen war. Doch Nuic schaute direkt Tamwyn an, der die Hände trichterförmig um den Mund gelegt hatte.

»Wie hast du das gemacht?«, wollte der alte Kobold wissen. Seine Farbe war jetzt nicht mehr tiefrot, sondern ein pulsierendes Gelb.

Tamwyn ließ die Hände sinken. »Oh, es ist nur ein Ruf, den ich aufgeschnappt habe – vor beinah zwei Jahren. Damals habe ich eine Drachenfamilie verfolgt – nicht die größte Art, mehr wie die geflügelten Drachen aus den westlichen Höhlen. Ich habe sie fast eine Woche lang beobachtet.«

»Du!«, rief Elli. Sie starrte den ungeschickten Träger mit den schwarz geschlagenen Augen an. »Von  dirkam dieser Schrei?«

Tamwyn zuckte die Achseln. »Es ist wirklich nicht schwierig.«

»Was ist es?«, fragte sie. »Eine Art Kriegsruf?«

Er grinste ein wenig. »Nicht unbedingt.«

»Also der Schrei eines Verfolgers? Etwas, das den Drachen geängstigt hat?«

»Geängstigt schon. So sehr, dass er nicht so bald wiederkommen wird. Aber nicht wegen eines Verfolgers.«

Sie starrte ihn zweifelnd an.

Mit einer Hand griff er in die Tasche und streichelte Flederwischs pelzigen Kopf. »Es ist der Ruf einer Drachenmutter. Ich habe ihn in jener Woche oft gehört. Er bedeutet so etwa: Schlepp jetzt deinen gepanzerten Schwanz sofort hierher oder ich fresse zum Abendessen deine Eingeweide.«

»Wie liebevoll«, brummte Nuic, der Tamwyn immer noch neugierig betrachtete. »Aber du hast meine Frage nicht beantwortet. Wie hast du das gemacht?«

»Nun«, fing Tamwyn an, »ich halte die Finger so, dann lege ich sie . . .«

»Nein, nein, du Idiot!« Jetzt zogen sich rote Adern durch Nuics gelbe Farbe. »Nicht wie du den Schrei ausgestoßen hast. Wie hast du den Laut übertragen? Dass er klang, als käme er aus dem Tal?«

Tamwyn runzelte die Stirn. »Es ist nur ein Trick, etwas, auf das ich gekommen bin, als . . . nun, als ich nichts Besseres zu tun hatte.« Er zuckte wieder die Achseln. »Was ziemlich oft vorkommt.«

»Es ist nicht nur ein Trick«, sagte Nuic. Er schwenkte die winzigen Arme. »Es ist eine Illusion. Gar keine schlechte für einen Anfänger ohne Verstand.«

Elli, die gerade eine andere Frage stellen wollte, überlegte es sich anders. War das möglich? Ihr grantiger alter Maryth hatte etwas gesagt, das einem Kompliment ziemlich nahe kam. Und ausgerechnet zu diesem Idioten Tamwyn! Ein Irrtum, bestimmt. Oder vielleicht wieder einmal eins von Nuics Spielen.

Auf dem stoppeligen Gras machte sie ein paar knirschende Schritte auf den jungen Mann zu. »Und woher weißt du, was der Schrei bedeutet? Das ist schließlich Drachensprache.«

Erneut zuckte Tamwyn die Achseln. Aus seiner Sicht hätte sie ihn geradeso gut fragen können, wie er atmete. »Ich weiß es nicht. Es ist einfach wieder ein Trick, nehme ich an. Etwas, das ich gelernt habe . . .«

»Als du nichts Besseres zu tun hattest«, ergänzte Nuic. Obwohl das wieder mürrisch klang, lag ein seltsamer, unsicherer Ausdruck auf seinem Gesicht.

Tamwyns Blick wanderte zu dem leeren Topf auf dem Hügel. »Ich glaube, ich sollte etwas anderes zum Abendessen machen, sonst bekommen wir nichts vor Mitternacht.«

»Essen?«

Alle sahen den Hoolah an, der in der Buche saß. Henni nickte heftig. »Also das ist eine Sprache, die ich verstehe. Huhuuu, hihi, huuhuu.«

Tamwyn schüttelte nur den Kopf. Er ging zu den Lebensmittelvorräten, von denen der hungrige junge Drache die Hälfte hinuntergeschlungen hatte. Dann schaute er, nur um sicher zu sein, über die Schulter hinab ins Tal, wohin der Drache gelaufen war . . . und wo er selbst erst vor kurzem frei gerannt war.

Vom Drachen war nichts zu sehen. Es gab nur noch den Pfad mit platt getretener Erde und zermalmten Steinen dort, wo er seinen riesigen Körper über den Boden geschleppt hatte. Nicht weit davon sah Tamwyn am lehmigen Ufer des kleinen Teichs seine eigenen Fußabdrücke vom Beginn seines Laufs durch das Tal.

Und dann sah er noch etwas. Sein Herzschlag setzte aus. …