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Michael Crichton - „Die Enthüllung“

ISBN: 9-783-442-46812-6

 

Klappentext:

Tom Sanders, technischer Manager eines High-Tech-Unternehmens, bekommt einen neuen Chef: die attraktive Meredith Johnson. Mit Mühen kann er sich ihrer heftigen Avancen erwehren, zieht sich dadurch aber ihren Hass zu und muss sich wegen angeblicher sexueller Belästigung rechtfertigen. Auf seinem Handy entdeckt Sanders jedoch einen zufällig entstandenen Mitschnitt ihrer Annäherungsversuche und hat damit einen eindeutigen Beweis gegen Meredith. Er meint schon, gewonnen zu haben, doch eine anonyme E-Mail warnt ihn, dass es noch nicht vorbei ist-

 

Inhalt:

Tom Sanders kommt am wichtigsten Tag seines Lebens zu spät ins Büro. Gleich darauf erfährt er,  dass er die erhoffte Beförderung nicht bekommen hat und statt dessen nun eine Frau, seine Exfreundin, seine Chefin seine wird.

Die Zusammenarbeit der beiden steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Zum einen will das neue Laufwerk nicht so funktionieren, wie es beabsichtigt war, und zu anderen wird gleich das erste berufliche Zusammentreffen der beiden ein Problem für Tom. - Sie hat nämlich gar kein Fachgespräch im Kopf, sondern vielmehr ein Stelldichein wie in alten Zeiten.

Tom will die Bälle flach halten, flieht quasi vor ihr und denkt, die Sache ist erledigt. Doch schon am nächsten Tag erlebt er sein blaues Wunder. Er wird der sexuellen Belästigung bezichtigt, in der Firma geschnitten und sabotiert und man droht ihm mit dem Verlust seines Jobs.

Tom gibt aber nicht klein bei. Bei einem Kampf, der dem von David gegen Goliath gleicht, kämpft er für sein Recht, um seine Familie und sein Leben. Eine riesige Verschwörung war gegen ihn im Gang.

 

Leseprobe:

… uckte rhythmisch wie das Maul eines Goldfisches. Er erinnerte sich wieder, daß das bei ihr immer so war. Er hatte es ganz vergessen. Er spürte ihren heißen, hechelnden Atem auf seinem Gesicht, sah ihre geröteten Wangen. Sie hatte den Reißverschluß geöffnet. Ihre warme Hand lag auf ihm.

Seinem Körper entlang nach unten, strich ihm mit der Hand übers Hemd.

»Hör zu, Meredith …«

»Laß mich!« sagte sie mit heiserer Stimme. »Nur ganz kurz.«

Dann war ihr Mund über seinem Glied. Das hatte sie schon immer gut können. Andere Erinnerungen tauchten auf. Sie hatte es immer gern an gefährlichen oder zumindest ungewöhnlichen Orten gemacht: Während sie im Auto auf dem Freeway fuhren, er am Steuer, oder in der Männertoilette während einer Konferenz. Nachts am Strand von Napili. Diese heimliche Leidenschaftlichkeit, diese verborgene Geilheit. Als sie einander damals vorgestellt wurden, hatte einer der leitenden Mitarbeiter von ConTech ihm zugeflüstert: »Sie ist eine großartige Schwanzlutscherin.«

Er spürte ihren feuchten Mund, spürte, wie sich sein Rücken vor Anspannung bog und Genuß und Gefahr sich zu einem unangenehmen Gefühl verklumpten. So viel war geschehen an diesem Tag, so viele Veränderungen hatten stattgefunden, alles war so plötzlich gekommen. Er fühlte sich beherrscht, kontrolliert, bedroht. Während er so auf dem Rücken lag, spürte er, daß er diese Situation, die er nicht ganz verstand, zwar nicht richtig einordnen konnte, doch irgendwie guthieß. Es würde Ärger geben. Er wollte nicht mit ihr nach Malaysia fliegen. Er wollte keine Affäre mit seiner Chefin, nicht einmal einen One-Night-Stand. Denn so etwas kam immer heraus, und dann tratschten die Leute am Cola-Automaten und warfen einem, wenn man ihnen im Gang begegnete, vielsagende Blicke zu. Und früher oder später erfuhr es auch die Ehefrau oder Freundin. So lief es immer. Türenknallen, Scheidungsanwälte, elterliches Sorgerecht …

Er wollte das nicht. Er hatte sein Leben geregelt, alles war an seinem Platz. Er hatte Verpflichtungen. Diese Frau aus seiner Vergangenheit verstand das alles nicht. Sie war frei. Er nicht. Er rutschte auf der Couch hin und her, versuchte sich von ihr loszumachen.

»Meredith …«

»Mein Gott, wie gut du schmeckst.«

»Meredith …«

Sie hob den Arm und drückte ihm ihre Finger auf den Mund.

»Schsch! Ich weiß doch, daß dir das gefällt.«

»Ja, es gefällt mir«, sagte er, »aber ich –«

»Dann laß mich!«

Sie lutschte ihn weiter, knöpfte dabei sein Hemd auf, nahm seine Brustwarzen zwischen die Finger und drückte sie. Er sah hinunter, sah ihre gespreizten Beine, ihren über ihn gebeugten Kopf. Ihre Bluse war offen, auch den BH mußte sie blitzschnell geöffnet haben, denn ihre Brüste waren nackt. Sie hob wieder den Arm, griff nach seinen Händen, zog sie nach unten und legte sie auf ihren Busen.

Ihr Busen war noch immer perfekt; ganz hart fühlten sich die Brustwarzen zwischen seinen Fingern an. Sie stöhnte auf, wand sich rittlings auf ihm. Er spürte ihre Körperwärme. In seinen Ohren war ein Summen; alle Geräusche klangen mit einem Mal gedämpft, und eine tiefe Röte wie von einem Rausch übergoß sein Gesicht. Das Zimmer erschien ihm auf einmal weit weg, es gab nichts mehr als diese Frau und ihren Körper und sein Verlangen nach ihr.

Im gleichen Augenblick stieg ein gewaltiger Zorn in ihm auf, eine sehr männliche Wut darüber, von ihr so in die Enge getrieben, so dominiert zu werden – jetzt wollte er das Sagen haben, er wollte sie nehmen. Er setzte sich auf und packte sie grob bei den Haaren, zog ihr Gesicht hoch und wand sich unter ihr hervor. Sie sah ihm in die Augen und erkannte den Wandel in seinen Gefühlen sofort.

»Ja!« Sie rückte zur Seite, damit er sich neben sie aufsetzen konnte. Er schob seine Hände zwischen ihre Beine, fühlte ihren warmen, spitzenbesetzten Slip. Er zog daran. Sie wand sich, um ihm zu helfen, und er rollte den Slip zu den Knien hinunter; dann stieß sie ihn von den Füßen. Sie streichelte Toms Haar, ihre Lippen waren dicht an seinem Ohr. »Ja!« flüsterte sie hitzig. »Ja!«

Ihr blauer Rock war ihr auf die Hüften hochgerutscht. Sanders küßte sie gierig, zog die Bluse auseinander und preßte ihre Brüste an seinen nackten Oberkörper. Überall spürte er ihre Hitze. Er bewegte die Finger, griff zwischen ihre Schamlippen. Sie stöhnte, während sie sich küßten, und immer wieder nickte sie: Ja! Dann waren seine Finger in ihr.

Einen Moment lang war er ziemlich verdutzt: Sie war nicht besonders feucht. Aber dann fiel ihm auch das wieder ein. Ihre Sprache und ihr Körper waren immer gleich von Beginn an leidenschaftlich gewesen, während sie dort unten wesentlich langsamer reagiert hatte, auf seine Erregung angewiesen war, um schließlich selbst erregt zu werden. Am meisten hatte sie immer sein Verlangen nach ihr aufgegeilt, immer war sie nach ihm gekommen. Manchmal schon nach wenigen Sekunden, aber manchmal mußte er sich anstrengen, damit sein Penis steif blieb, während sie sich an ihm hochschaukelte, sich, ganz in ihre eigene Welt versunken, an ihm zum Orgasmus stieß, während seiner bereits verklang. Er war sich dann immer sehr allein vorgekommen und hatte das Gefühl gehabt, sie benütze ihn. Diese Rückschau ließ ihn innehalten; sie bemerkte sein Zögern, packte ihn heftig, versuchte keuchend seinen Gürtel zu lösen, während sie ihm das Ohr leckte.

Aber jetzt sickerte das Widerstreben in ihn zurück, seine stürmische Geilheit wich einem Gedanken, der ihm ungewollt durch den Kopf schoß: Die Sache ist es nicht wert.

Wieder verwandelten sich seine Gefühle. Jetzt spürte er etwas Altbekanntes: Man trifft sich wieder mit einer ehemaligen Geliebten, beim Abendessen fühlt man die alte Anziehungskraft wieder, man verliebt sich aufs neue, begehrt, und plötzlich, mitten in den drängendsten Umarmungen, stürzt all das ins Gedächtnis zurück, was an dieser Beziehung schlecht gewesen ist, die alten Streitereien und die Wut und die Gereiztheit steigen in einem auf, und man wünscht, man hätte nie ein zweites Mal damit angefangen. Plötzlich denkt man an nichts anderes mehr als daran, wie man dem Ganzen entrinnen könnte, wie man abbrechen könnte, was man da begonnen hat. Aber meistens gibt es keine Möglichkeit zu entrinnen.

Seine Finger waren in ihr; Meredith bewegte sich schlängelnd an ihnen entlang, um sie an den richtigen Stellen zu haben. Sie war feucht geworden, ihre Schamlippen schwollen an. Sie spreizte die Beine noch mehr für ihn, atmete schwer, streichelte ihn. »O Gott, wie wunderbar du dich anfühlst!«

Meistens gibt es keine Möglichkeit zu entrinnen.

Sein Körper war angespannt, bereit. Ihre harten Brustwarzen strichen ihm über die Brust. Ihre Finger liebkosten ihn. Sie leckte sein Ohrläppchen mit rasch hervorschnellender Zunge, und wieder gab es nichts anderes mehr als seine Geilheit, eine heftige, grimmige Geilheit, die um so größer war, als er eigentlich gar nicht dasein wollte und das Gefühl hatte, daß sie ihn an diesen Ort gelockt hatte. Jetzt würde er sie ficken. Er wollte sie ficken, gründlich durchficken.

Sie spürte seinen Stimmungsumschwung, stöhnte auf, ließ mit dem Küssen von ihm ab, lehnte sich wartend auf der Couch zurück. Durch halbgeschlossene Lider beobachtete sie ihn, nickte ihm zu. Seine Finger streichelten sie noch immer, schnell, ohne Unterlaß, brachten sie zum Keuchen. Er drückte sie rücklings auf die Couch. Sie schob ihren Rock hoch und machte die Beine breit für ihn. Jetzt kauerte er über ihr, und sie lächelte ihn an, ein wissendes, triumphierendes Lächeln. Es machte ihn wütend zu sehen, daß sie irgendwie gewonnen hatte, diese lauernde Distanziertheit in ihrem Blick, und er wollte sie zu fassen kriegen, wollte sie zwingen, sich ebenso gehenzulassen wie er, sich wirklich einzulassen auf ihn. Er wollte ihr diese überhebliche Distanziertheit aus dem Gesicht wischen. Er spreizte ihre Schamlippen, drang aber nicht in sie ein. Er wartete, bewegte seine Finger in ihr, ließ sie zappeln.

Sie bäumte sich auf vor Erwartung. »Nein, nein … bitte …« …