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Clive Cussler - „Hebt die Titanic“

ISBN: 9-783-442-03976-0

 

Klappentext:

Als Cussler den Roman schrieb, war das Wrack der Titanic noch nicht entdeckt. Das Kernelement Byzanium, das sich im Wrack der Titanic befinden soll, löst ein Wettrennen zwischen Amerikanern und Russen aus. Um einen Rüstungsvorsprung gegenüber der Sowjetunion erzielen zu können. stellen die Amerikaner eine Expedition zusammen, die das Wrack heben soll. Auch die Russen sind dank ihres gut funktionierenden Geheimdienstes bald an Ort und Stelle. Um die Überreste der Titanic entbrannt ein spannender Kampf. Spannender Science Fiction- und Spionageroman aus der Zeit des Kalten Kriegs.

 

Inhalt:

Die USA haben ein ehrgeiziges Projekt in Planung. Zu dessen Verwirklichung brauchen sie aber Byzanium. Ein so seltenes Material, dass die Mienen schon lang ausgebeutet sind.

Nachforschungen ergeben, dass das wertvolle Material mit der Titanic versunken ist. Doch die Titanic wurde noch nicht einmal gefunden.

Ein Wettlauf zwischen Russland und den USA beginnt. Jeder beansprucht das Wrack und seine wertvolle Fracht für sich.

Die Bergung der Titanic wird zu einem Kampf gegen Naturgewalten und gegen den Feind.

 

Leseprobe:

… Antonov kam sofort zur Sache: »Es scheint also, dass die Amerikaner fest entschlossen sind, die Titanic zu heben.« Er musterte sekundenlang die vor ihm liegenden Papiere und fuhr dann fort: »Eine gewaltige Anstrengung. Zwei Versorgungsschiffe, drei Begleitschiffe und vier Tiefsee-Tauchboote.« Er schaute Admiral Sloyuk und Prevlov an. »Haben wir einen Beobachter in dem Gebiet?«

Prevlov nickte. »Das ozeanographische ForschungsschiffMikhail Kurkov unter Kommando von Kapitän Iwan Parotkin kreuzt am Rande des Bergungsgebiets.«

»Ich kenne Parotkin persönlich«, fügte Sloyuk hinzu. »Er ist ein fähiger Seemann.«

»Es muss einen Grund haben, wenn die Amerikaner Hunderte Millionen von Dollar ausgeben, um ein sechsundsiebzig Jahre altes Wrack zu heben«, sagte Antonov.

»Es gibt einen Grund«, erklärte Admiral Sloyuk ernst. »Und zwar einen, der unsere militärische Sicherheit stark bedroht.«

Er nickte Prevlov zu, und der verteilte rote Aktendeckel mit der Aufschrift Projekt Sizilien an alle und sagte dabei: »Deshalb habe ich um diese Zusammenkunft ersucht. Meine Leute haben sich die Planentwürfe eines neuen geheimen amerikanischen Verteidigungssystems beschaffen können. Sie werden sicherlich das vorliegende Material ebenso alarmierend finden wie ich.«

Die Männer rings um den Konferenztisch öffneten die Aktendeckel und begannen zu lesen. Dabei spiegelten sich im Gesicht des sowjetischen Generalsekretärs alle möglichen Empfindungen von beruflichem Interesse über Verblüffung bis zu schockierter Erkenntnis der Tatsachen.

»Das ist unglaublich, Admiral Sloyuk«, sagte der Generalsekretär nach fünf Minuten.

»Fast unvorstellbar.«

»Ist so ein Verteidigungssystem überhaupt möglich?«, fragte Marschall Tilevitch.

»Dieselbe Frage habe ich unseren fünf fähigsten Wissenschaftlern auf diesem Gebiet gestellt«, antwortete Prevlov. »Sie alle hielten dieses Verteidigungssystem für theoretisch machbar, falls eine entsprechend starke Kraftquelle zur Verfügung steht.«

»Und Sie nehmen an, diese Kraftquelle liegt im Laderaum derTitanic?«, fragte Tilevitch verblüfft.

»Dessen sind wir sicher, Marschall. Wie im Bericht erwähnt, ist das Projekt Sizilien nur mit dem wenig bekannten Element Byzanium funktionsfähig.« In kurzen Umrissen berichtete Prevlov die ihm inzwischen bekannten Tatsachen vom Abbau und vom weiteren Schicksal des wertvollen Metalls.

Antonov schüttelte fassungslos den Kopf. »Mit diesem Byzanium könnten die Amerikaner also dann unsere Interkontinentalraketen mühelos unschädlich machen?«

Sloyuk nickte ernst.

»Das ist leider die fatale Wahrheit.«

Polevoi beugte sich über den Tisch und musterte Prevlov misstrauisch. »Sie vermerken in Ihrem Bericht, Ihr Kontaktmann sei ein hoher Beamter im amerikanischen Verteidigungsministerium.«

»Das stimmt«, antwortete Prevlov respektvoll. »Nach den skandalösen Vorgängen der letzten Jahre macht er sich keine Illusionen mehr über den moralischen Wert der amerikanischen Regierung. Er hat sich daher bereit erklärt, die Politik der sozialistischen Länder zu unterstützen, und ich bekomme von ihm seit einiger Zeit Geheimmaterial geliefert, das er für wertvoll hält.«

Antonov sah Prevlov nachdenklich an. »Und Sie meinen, die Amerikaner können die Titanic tatsächlich heben?«

»Ich traue es denen zu«, antwortete Prevlov. »Falls das Wrack noch in einigermaßen gutem Zustand ist. Und das scheint der Fall zu sein, sonst hätten die Amerikaner nicht die kleine Flotte von Bergungsschiffen und Tauchbooten in Bewegung gesetzt.«

»Dann müssen wir also im Ernstfall dafür sorgen, dass das Byzanium nicht die Vereinigten Staaten erreicht«, sagte Marschall Tilevitch.

»Aber eine Konfrontation zwischen unserem Land und den Vereinigten Staaten muss unbedingt vermieden werden«, sagte Generalsekretär Antonov mit Bestimmtheit. »Dazu ist unsere innenpolitische Lage viel zu prekär.«

»Was sollen wir unternehmen, wenn wir nicht in das Bergungsgebiet eindringen können?«, fragte Tilevitch.

»Das hängt davon ab, auf welche Weise die Amerikaner ihre Bergungsoperation schützen.«

»Der amerikanische Kreuzer Juneau mit Nuklearantrieb und Fernlenkraketen patrouilliert ständig in Sichtweite der Bergungsschiffe«, sagte Admiral Tilevitch.

»Darf ich etwas dazu sagen?«, fragte Prevlov und fügte dann mit spürbarer Genugtuung und ohne eine Antwort abzuwarten, hinzu: »Wir sind bereits in das Bergungsgebiet eingedrungen.« Antonov sah ihn überrascht an. »Bitte erklären Sie das, Hauptmann.«

Prevlov sah seinen Vorgesetzten fragend an, und Admiral Sloyuk nickte zustimmend.

»Zwei von unseren Geheimagenten arbeiten als Mitglieder der Bergungsmannschaft von NUMA«, erläuterte Prevlov. »Ein sehr talentiertes Team. Sie haben uns seit zwei Jahren wichtige Daten der ozeanographischen Forschung von NUMA geliefert.«

»Gut«, sagte Antonov und wandte sich unter Umgehung von Sloyuk wieder direkt an Prevlov. »Und haben Sie schon einen bestimmten Plan, Prevlov?«

»Ja, den habe ich.« …